Dank meinem Urlaub, das wusste ich schon letzte Woche, würde ich endlich Zeit zum Schreiben haben. Aber was sollte ich schreiben? Sollte ich endlich an meinem Krimi weiterbasteln? Oder sollte ich an meinen Blog-Projekten arbeiten? Ich fühlte mich hin- und hergerissen wie
Susan Mayer aus "Desperate Housewives" zwischen ihren zwei Ehemännern in spe: Hier Mike, der geheimnisumwitterte Klempner mit den einschlägigen Vorstrafen, den sie schon lange liebt. Dort Ian der kluge, witzige und steinreiche Verleger, der sich irgendwie in ihr Leben gedrängt hat.
Hier der Krimi, an dem ich seit anderthalb Jahren nage. Wobei mich immer wieder Hörstürze und Arztbesuche von der Arbeit abgehalten haben. Im Grunde ein hoffnungsloses Projekt, sagt Buchautor T. Ich wäre nie fleissig genug, ein Buch zu schreiben, sagt er.
Da meine Blogs, auf die ich ganz süchtig bin. Aber ehrlich: Kann einen so etwas wie bloggen drei Monate lang ausfüllen? „Nur bloggen?“ sagte Herr T. neulich „Da würdest Du Deinen wertvollen Urlaub aber sehr ineffizient nutzen!“
Und er hat recht. Und doch…
Nun ja. Am letzten Freitag hatte ich dann endlich die Inspiration, die ich brauchte: Beim Aufstehen nach dem Mittagsschläfchen vor meiner letzten Spätschicht sah ich das
Wauwilermoos vor mir. Eine Landschaft so flach und melancholisch wie der Boden einer alten Bratpfanne. Eine Landschaft, deren Geschichte in meinem Krimi eine zentrale Rolle spielt. Und ich wusste: Ich will dorthin zurück.
Deshalb mache ich jetzt gerade beides: Ich arbeite an meinen Blogprojekten und meinem Krimi.