5
Feb
2005

Fasnacht in Frösch

Am Freitag um 22 Uhr hatte Kollege Karlo hinter der Glaswand genug. Nach zweimal zehn Stunden ununterbrochener Arbeit stand er auf, stöhnte und sagte: «Jetzt muss ich an all die armen Leute in der Dritten Welt denken. An all die, denen es bestimmt noch viel schlechter geht als uns.»

Das stöhnte auch Kollege Raffi und rief: «Ja, genau! An jene, die genau gleich viel arbeiten wie wir und dafür noch nicht mal genug zu essen bekommen!»

Wir lachten. Dann arbeiteten wir weiter.

Warum wir so viel arbeiten?
Weil in Frösch Fasnacht ist.
Und Fasnacht in Frösch ist ein Grossereignis.





Für die Leute vom Fröscher Tagblatt bedeutet das viiiiiiel Arbeit.
Die Fasnacht will organisiert und gelayoutet sein;
fotografiert, reporteriert und dokumentiert;
kolumniert und kritisiert
mit kreativem Wahnsinn, kritischem Blick und hochnotpeinlicher Präzision.

Alle Jahre wieder.
Alle Jahre von Neuem.

Und daneben geht das Tagesgeschäft weiter.
Auch heute arbeite ich.
Sonntagsdienst.
Es wird bestimmt was zu lachen geben.
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Journal einer Kussbereiten

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