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    <title>Journal einer Kussbereiten : Rubrik:auf reisen</title>
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    <dc:publisher>diefrogg</dc:publisher>
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  <image rdf:about="http://static.twoday.net/froggblog/images/icon.jpg">
    <title>Journal einer Kussbereiten</title>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5076713/">
    <title>Hochzeit auf Türkisch</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5076713/</link>
    <description>In &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%87anakkale_(Stadt)&quot;&gt;Çanakkale&lt;/a&gt; stiegen wir im &lt;a href=&quot;http://www.hostelsclub.com/hostel-de-4837.html&quot;&gt;Anafartalar&lt;/a&gt; ab, direkt neben dem Fährhafen. Das Hotel hatte den Charme eines &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Intourist&quot;&gt;Intourist-Hotels&lt;/a&gt;, das kürzlich zum Kapitalismus übergelaufen ist und sich freudig etwas frische Farbe über die Betonwände gezogen hat. Überhaupt schien die ganze Uferpromenade gerade erst aus irgendeiner ökonomischen Starre erwacht zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Menschen draussen, fast ausschliesslich Türken, benahmen sich, als seien Sommerferien am Meer durchaus nichts Selbstverständliches. Als würden Sittenpolizisten sie beobachten und wegschicken, falls sie die Idylle durch schlechtes Benehmen störten. Sie kleideten sich sittsam. Sie redeten leise. Sie lachten nicht zu laut, hörten keine Musik, prassten nicht und betranken sich sowieso nicht. Und schienen es auch vollkommen richtig zu finden, dass man sich so und nicht anders benahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir spazierten einen stillen, rosigen Sonnenuntergang lang auf der Promenade und gingen essen. Dann, kurz vor 23 Uhr, stiegen wir die Treppen hoch zu unserem Hotelzimmer. Im 1. Stock fiel unser Blick auf eine mindestens fünfstöckige Hochzeitstorte. Männer in schicken Anzügen standen um sie herum. Im 1. Stock lag der Festsaal des Hotels, und hier herrschte Ausgelassenheit. Da wurde auch laute Musik gehört, wie wir feststellten als wir in unser Zimmer kamen. Es lag im 2. Stock, direkt über dem Saal. Zeitweise bekamen wir bestimmt &lt;a href=&quot;http://www.bahnlaerm.ch/index.php?page_id=16&quot;&gt;90 Dezibel&lt;/a&gt; von unten ab (und das ist keine Frogg&apos;sche Übertreibung, Im Fall!!!). Türkische Schlager ab Synthesizer, dazwischen diesen merkwürdigen Jubelgesang muslimischer Frauen bei Hochzeiten, eine Mischung aus Jodeln, Gurgeln und Juchzen. Es war aufregend und zugleich beängstigend. Würde das die ganze Nacht so gehen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Viertelstunde ging Herr T. kurz hinunter, um beim Nachtportier Erkundigungen einzuziehen. Wir waren nach sechs Stunden im Bus hundemüde. Nötigenfalls würden wir in ein anderes Zimmer ziehen müssen. Als er zurückkam, sagte er: &quot;Um Mitternacht soll das Fest zu Ende sein. Na, wird warten mal ab, ob das wirklich stimmt.&quot; Dann tat er, was der einsame türkische Geschäftsmann auf Reisen wohl auch tut und wandte er sich dem Fernseher zu. Die Frogg widmete sich derweil ihren Tagebuch-Notizen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stiess auf &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Hustler_TV&quot;&gt;Hustler TV&lt;/a&gt;. Bald mischte sich Lustgestöhn unter die orientalischen Dezibel aus dem 1. Stock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Seltsam, dass man das hier gratis bekommt&quot;, sagte Herr T. und die Frogg fügte amüsiert ein paar Bemerkungen hinzu, in denen das Wort &quot;Doppelmoral&quot; vorkam. Dann sah sie auf dem Bildschirm einer Blondine zu, die sich mit sämtlichen Saugmuskeln ihres Mundes am riesigen Schwanz eines selbstverliebten Banditen abmühte. Dazu sah sie den Kerl von unten herauf an. Mit dem erbarmenswürdigsten Blick an, den die Frogg je gesehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hörte auf zu grinsen und wandte sich wieder ihen Notizen zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um punkt fünf nach zwölf stoppte die Musik im 1. Stock schlagartig und es wurde still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hörten nichts als das Meer und die Geräusche der vorbeituckernden Schiffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltsame Stadt, dieses Çanakkale. Die seltsamste, die ich je gesehen habe.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-22T11:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5071567/">
    <title>Nach Asien</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5071567/</link>
    <description>Busreisen in der Westtürkei ist ein bisschen wie fliegen. Man gibt seine Reisetasche einem netten Steward in Uniform. Der stapelt sie ins Hinterteil des Busses. Dann behändigt man seinen Gepäckschein, steigt ein und setzt sich auf seinen numerierten Platz. Die Busse sind modern, sauber und komfortabel. Kaum ist der Bus abgefahren, ist der Steward wieder zur Stelle. Er kontrolliert, ob alle Passagiere den richtigen Sitz genommen haben. Dann serviert er Tee oder Kaffee. Wenn die Strassen nicht allzu schlecht sind, kann man die heissen Getränke sogar problemlos trinken. Danach gibts Wasser, Cola oder Fanta, und auf langen Reisen auch schwammige Küchlein aus der Aluverpackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Bus hob aus dem Otogar von Istanbul ab und bog auf die Autobahn Richtung Edirne ein. Da wussten wir: Wir würden uns noch eine Weile gedulden müssen, bis wir endlich asiatischen Boden betreten konnten. Wir waren auf der &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5066742/main&quot;&gt;Westroute&lt;/a&gt; nach Çanakkale. Wir würden noch mehrere Stunden im europäischen Teil der Türkei bleiben, in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Rumelien&quot;&gt;Rumelien&lt;/a&gt;. Rumelien, das klang im Ohr der Frogg osteuropäisch. Wie Karelien oder Slawonien oder so. Und es sah auch osteuropäisch aus. In trübem Licht wogten Kornfelder über endlose Hügelzüge. Da und dort standen ein paar Eichen. Wenn aus den Dörfern nicht jeweils ein Minarett in die Höhe geragt hätte statt eines Kirchturms, hätte sich die Frogg gar irgendwo in Niederösterreich gewähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Stunden werden aus den Hügeln sandige Bergzüge. Die Sonne drückt durch, und alles sieht schon ein bisschen mediterraner aus. Zu unserer linken das Marmarameer, gesäumt von Ferienhäuschen. Wir sind in Tekirda&#287;. Hier gab es einen kurzen Halt. Leute steigen ein und aus. Wir können kaum erwarten, dass es weitergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weiteren Halt gibts unerwartet bei einer Raststätte mitten in einem bergigen Nirgendwo. Der Chauffeur sagt durchs Mikrofon ein paar Sätze, die unsere Türkischkenntnisse gnadenlos überfordern. Dabei stellen sich uns mittlerweile drängende Fragen: Wie lange hält der Bus? Haben wir genügend Zeit auszusteigen und aufs WC zu gehen? Da alle unsere Mitpassagiere genau das tun, tun wir es auch. Wir wagen sogar, eine Tasse Tee zu bestellen und trinken sie nahe beim Bus, immer mit einem Auge auf dem Chauffeur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tankt seinen Bus voll mit einer Flüssigkeit aus irgendwelchen Kanistern. &quot;Das ist sicher Traktorbenzin&quot;, sagte Herr T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Der wird doch wohl richtiges Benzin in seinen Tank geben&quot;, sagt die Frogg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Man weiss ja nie, bei den Benzinpreisen. Ausserdem herrscht unter so vielen Busunternehmen sicher massive Konkurrenz&quot;, sagt Herr T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leeren unsere Teegläser und setzen uns wieder in den Bus. Wir sind die ersten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine halbe Stunde später kommt der Bus an einem steilen Hang ins Keuchen. Wird immer langsamer. Der Chauffeur schaltet tiefer und tiefer. Schliesslich hält er ganz und dreht den Motor ab. &quot;Siehst Du, das war Traktorbenzin&quot;, sagt Herr T. Ich gebe ihm ohne zu zögern recht. Ich habe jetzt andere Sorgen. Werden wir es bis Çanakkale schaffen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fahrer dreht den Motor wieder an. Der Bus kriecht im Schneckentempo den Steilhang hoch.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die letzte steile Steigung. Wir sind alle froh. Jetzt gehts hinunter zur Halbinsel von Gelibolu. Hier tut sich eine berauschend schöne Landschaft auf. Die Hügel sind bedeckt mit riesigen Kiefernwäldern. Wälder so gross wie ich sie im Mittelmeerraum noch nie gesehen habe. Es scheint, dass die Römer nicht bis hierher gekommen sind, als sie die Wälder am Mittelmeer abholzten, um ihre Flotte zu bauen. Auf den Ebenen gibts Felder, mit Sonnenblumen und Reis und daneben Olivenbäume. Wirklich: Eines Tages werde ich hinfahren, nur um ein paar gute Bilder von der Gegend zu machen. Das war leider aus dem Bus nicht möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal wir auf der Fahrt durch &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gallipoli&quot;&gt;geschichtsträchtiges&lt;/a&gt; Land waren und in unserem Reiseführer noch schnell die Geschichte der Schlacht von Gallipoli nachlesen mussten - und gleichzeitig nach alten Bunkern Ausschau hielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir Kilitbahir erreichen, sind wir richtig erschöpft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bus rollt auf die Fähre nach Çanakkale. Gleich werden wir die berühmten &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dardanellen&quot;&gt;Dardanellen&lt;/a&gt; überquert haben. Wir werfen noch einen letzten Blick auf Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/28332896@N06/2686741894/&quot; title=&quot;DSCN0792 von filomenafrogg bei Flickr&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm4.static.flickr.com/3019/2686741894_84308097d9.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;370&quot; alt=&quot;DSCN0792&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann setzen wir endlich, endlich beide Füsse auf asiatischen Grund. Genau hier, am Fährhafen von Çanakkale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/28332896@N06/2686816834/&quot; title=&quot;DSCN0796 von filomenafrogg bei Flickr&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm4.static.flickr.com/3123/2686816834_fa493ca495.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;DSCN0796&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei würmelt mir ganz leise dieser &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:S.T.E.F.A.N/And_The_Band_Played_Waltzing_Matilda&quot;&gt;Song&lt;/a&gt; im Ohr:&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/GPFjToKuZQM&amp;hl=en&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/GPFjToKuZQM&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-20T16:27:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5069560/">
    <title>Ticket nach Kleinasien</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5069560/</link>
    <description>In Istanbul hatten wir Asien täglich &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5041881/&quot;&gt;aus der Ferne&lt;/a&gt; betrachtet, die andere Hälfte der Grossstadt auf der anderen Seite des Bosporus. Noch fuhren wir nicht hinüber. Und doch wurden wir mit jedem Tag neugieriger auf den Kontinent da drüben, wollten hinreisen, wollten unsere Füsse auf ihn setzen. Am sechsten Tag unserer Reise brachen wir auf. Çanakkale hiess unser Ziel. Das liegt zwar nicht gerade in Ostasien. Aber immerhin in Kleinasien, drüben, auf dem anderen Kontinent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Çanakkale... Die Frogg und Herr T. mussten erst austüfteln, wie man das wohl ausspricht. Sie einigten sich auf &quot;Tschanakkaale&quot;, und in ihrem nicht gerade für seine phonetische Zartheit bekannten Schweizerdeutsch klang es wie &quot;Tschonokkoooole&quot;, natürlich mit  kräftigem Kehllaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Reise nach Çanakkale begann auf dem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Busbahnhof_Esenler&quot;&gt;Otogar&lt;/a&gt; von Istanbul. Unter uns gesagt: Der Otogar von Istanbul ist nicht besonders schön. Aber er ist dennoch eine Sehenswürdigkeit, ein Faszinosum. Er ist ein kleines Stück Kleinasien im europäischen Teil von Istanbul. Hier ist nicht nur alles anders als in Europa. Es ist auch alles anders als im Istanbul, das wir bislang kennengelernt hatten. Hier findet türkischer Alltag statt. Hier kauft man nicht nur Busfahrkarten. Hier kauft man viele von jenen Dingen, die es im &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kapal%C4%B1_%C3%87ar%C5%9F%C4%B1&quot;&gt;grossen Basar&lt;/a&gt; längst nicht mehr gibt, weil für Touristen uninteressant: Hier gibt es Schuhe, Radnaben, Putzgerät und -flüssigkeiten und billige Herren- und Kinderkleider, die man hier bei Bedarf auch gleich chemisch reinigen lassen kann. Hier essen eilige Türken auf der Durchreise schnell eine Schale Suppe. Hier gibt es kaum Europäer. Das Essen ist günstig. Die Toiletten sind  türkisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier herrscht Betrieb, denn die Türken sind eine Nation von Busreisenden. Hier bekommt man an 168  Schaltern wahrscheinlich in kürzester Zeit ein Ticket in irgend eine grössere Stadt der Türkei. Und wahrscheinlich fährt in weniger als einer Stunde ein Bus dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten geglaubt, es wäre kompliziert. Aber wir waren höchstens zwei Minuten den Busfahrkartenschaltern entlanggegangen, da tauchte vor uns ein Mann in blauer Uniform und mit lückenhaften Zähnen auf. &quot;Tschanakkaleeeee!&quot; sang er uns entgegen. Mit hellen &quot;a&quot;s und natürlich ohne Kehllaut. Erst schüttelten wir verständnislos den Kopf. Erst als er uns sein &quot;Tschanakkaleeeee!&quot; noch einmal an den Hinterkopf sang, begriff die Frogg: &quot;Tschanakkaleeee!&quot; sang sie den Tiger an. &quot;Da müssen wir doch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also ins Büro, kauften eine Karte und voila: Wir waren auf dem Weg nach Asien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schluckten leer, als man uns sagte, wie lange die Fahrt dauern würde: sechs Stunden.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-19T16:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5066742/">
    <title>In die Westtürkei</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5066742/</link>
    <description>Nach fünf Tagen in Istanbul war es Zeit aufzubrechen: Wir wollten in die Westtürkei und hatten auch eine Route ausgeklügelt. So hellgrün sah sie aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/28332896@N06/2678793567/&quot; title=&quot;turkey_map2 von filomenafrogg bei Flickr&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm4.static.flickr.com/3081/2678793567_504c7164b8_o.jpg&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;402&quot; alt=&quot;turkey_map2&quot; width=&quot;80%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaja, ich weiss! Das ist ein richtiger Tourist Trail! Aber Ihr werdet staunen. Wir haben viel erlebt!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-18T08:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5062373/">
    <title>Kurdischer Teppichverkäufer</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5062373/</link>
    <description>&lt;b&gt;Herr T.&lt;/b&gt; steht an der Strassenkreuzung und dreht den Stadtplan von Istanbul in der Hand herum. Wir stehen irgendwo zwischen dem grossen Markt (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kapal%C4%B1_%C3%87ar%C5%9F%C4%B1&quot;&gt;Kapal&#305; Çar&#351;&#305;&lt;/a&gt;) und der blauen Moschee. Mitten im Touristenland. Und doch sind wir schon seit mindestens zwei Minuten von keinem Lederwarenhändler und keinem Wirt, von keinem Teppichhändler, keinem Kioskhalter und keinem Silberschmied mehr angemacht worden. Ich prüfe vorsichtig meine Kleidung. Vielleicht stimmt etwas nicht mit uns. Da fragt jemand*: &quot;Haben Sie sich sich verirrt?&quot;* Ein grossgewachsener Türke in Jeans und T-Shirt steht da.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F., &lt;/b&gt;(abwehrend): &quot;Oh nein, nein!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Türke &lt;/b&gt;(grinst): &quot;Sie Sie auch ganz sicher, dass Sie sich nicht ein ganz klein wenig verirrt haben?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F:&lt;/b&gt; &quot;Ja, ganz sicher.&quot; (Deutet auf Herrn T.) &quot;Er weiss, wo&apos;s langgeht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Herr T.&lt;/b&gt; nickt.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Türke:&lt;/b&gt; &quot;Woher kommen Sie?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F.: &lt;/b&gt;&quot;Aus der Schweiz.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Türke:&lt;/b&gt; &quot;Oh, aus der Schweiz kenne ich jemanden. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Ziegler&quot;&gt;Jean Ziegler&lt;/a&gt;. Kennen Sie ihn auch?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F. &lt;/b&gt;(freut sich): &quot;Oh ja, den kenne ich.&quot; (Und in einem leicht ironischen Tonfall): &quot;Haben Sie mit ihm gesprochen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Türke (grinst): &lt;/b&gt;&quot;Ja, er ist mein Freund. Er besucht mich manchmal. Aber Schweizer halten ihn für einen Spinner, oder?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F.: &lt;/b&gt;&quot;Ja, das stimmt. Aber ich nicht. Ich finde, viele Schweizer haben keine Ahnung, was in der Welt so vor sich geht. Es ist gut, wenn jemand es ab und zu sagt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Herr T.&lt;/b&gt; bringt das Gespräch auf Fussball. Es ist zwei Tage nach dem &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5029705/main&quot;&gt;Spiel der Spiele&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Türke:&lt;/b&gt; &quot;Ach, wissen Sie... Ich schaue mir keine Fussballspiele an. Ich bin auch nicht für die Türken.Ich bin nämlich Kurde. Ausserdem finde ich das einfach wahnsinnig. Fath Terim verdient 15 Mal mehr als unser Staatspräsident. Finden Sie nicht auch, dass das nicht normal ist?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Herr T.&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;Frau F. &lt;/b&gt;nicken.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Kurde:&lt;/b&gt; &quot;Wissen Sie, in diesem Land ist sowieso vieles nicht normal. Vorneherum sieht ja alles nett aus. Aber wenn man hier lebt... ach, übrigens, wollen Sie nicht auf eine Tasse Tee zu mir kommen? Ich habe einen hübschen, kleinen Teppichladen gleich dort drüben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F. lacht:&lt;/b&gt; &quot;Das habe ich mir doch gedacht! Ich habe mich schon gefragt, wo Ihr Laden wohl ist. Nein, tut uns Leid, wir brauchen keinen Teppich.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Kurde&lt;/b&gt; insistiert. &lt;b&gt;Herr T.&lt;/b&gt; wird unsicher.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F.:&lt;/b&gt; &quot;Oh, nein, vielen Dank. Aber wir können leider wirklich keinen Teppich gebrauchen. Wir reisen morgen weiter nach Çanakkale.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Kurde:&lt;/b&gt; &quot;Oh wirklich! Was wollen Sie denn in Çanakkale? Etwa Troja besuchen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Herr T.&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;Frau F.&lt;/b&gt; nicken.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Kurde:&lt;/b&gt; &quot;Oh, in Troja können Sie etwas lernen! Da können Sie lernen, wie hier im Osten betrogen wird. Ich meine, die Sache mit dem Pferd...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F.:&lt;/b&gt; Aber das Pferd haben doch die Griechen gebaut, und die kamen aus dem Westen!&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Kurde:&lt;/b&gt; &quot;Ja, aber die waren zehn Jahre hier in der Gegend gewesen. Die hatten etwas gelernt! Jetzt kommen Sie aber in meinen Laden! Sie müssen ja nichts kaufen!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau F.&lt;/b&gt; (augenzwinkernd): &quot;Eben haben Sie doch gesagt, hier wird man ständig betrogen! Nein, nein, es tut mir leid, wir müssen weiter.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verabschieden uns freundlich und gehen. Ich habe mich später mehr als einmal gefragt, ob wir nicht doch hätten mitgehen sollen. Es war eines der spannendsten Gespräche, die ich in der Türkei geführt habe. Vielleicht hätten wir tatsächlich keinen Teppich kaufen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Konversation spielte sich in ausgesprochen flüssigem Englisch ab.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-16T10:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5048930/">
    <title>Kopftuch 2</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5048930/</link>
    <description>Nach frogg&apos;scher Schätzung geht ein Drittel der Frauen in der Westtürkei im Kopftuch. Ich habe sie angesehen, diese Frauen, und mir Fragen gestellt: Was denken sie? Wo gehen sie hin? Wie halten sie in ihren langen Mänteln die Hitze aus? Was ist das für ein Strumpf, den viele unter dem Kopftuch tragen und der ihr Haar verdeckt? Wann und wo ziehen diese Frauen ihre Rüstung aus? Ich wünschte mir, türkisch zu können. Ich wünschte mir, sie ausfragen zu dürfen. Bestimmt habe ich sie manchmal angestarrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich begann, sie in Kategorien einzuteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Kleinbürgerinnen:&lt;/b&gt; Frauen mit viel Arbeit und Kindern, aber ohne Allüren. Und doch vergessen sie nicht, sich ein bisschen nett anzuziehen. Ihre Kleidung, meist unprätenziös im Schnitt, ist stets in gut assortierten Farben gehalten: zum grünen, langen Mantel tragen sie ein grünrosa gemustertes Kopftuch (oder das alles in Blau, Beige oder Pink). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Wohlanständigen:&lt;/b&gt;  Die meisten von ihnen sind jung, schmal wie Frühlinszweige und verbringen am Morgen Zeit mit Schminken. Ihre Mäntel sind adrett, oder gar elegant: silberweiss oder schwarz, ihre Kopftücher schwarz, grau oder weiss mit Pastellmustern. Sie halten sich stets kerzengerade. In der Gegenwart von Touristen bekommen sie manchmal einen überlegenen Gesichtsausdruck. Sie wirken irgendwie militant und passen optisch gut zu den vielen neuen Moscheen in &lt;a href=&quot;http://www.tuerkei-reise-info.de/content/view/144/214/&quot;&gt;Edremit&lt;/a&gt; mit ihren silbern schimmernden Minarettspitzen (die wir in einem Anflug schwarzen Humors &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Qassam-Rakete&quot;&gt;Qassam-Raketen&lt;/a&gt; nannten. Weil sie über der Westküste sassen wie islamische Festungstürme). Doch es ist nicht alles wie es scheint: Einmal, in Pamukkale, sahen wir an einem Sonntagabend in in der Lobby unseres Familienmotels eine junge Wohlanständige, 17 vielleicht, eine der zahlreichen Verwandten unseres Wirtes: Sie sass am Computer und hörte mit einer Freundin ohne Kopftuch englischen Grufty-Rock. Die einzige englische Rockmusik, die ich drei Wochen Türkei gehört habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Entehrten:&lt;/b&gt; Frauen, die irgendeiner erniedrigenden Arbeit nachgingen, meist Toilettenfrauen. Das Kopftuch gab ihnen ihre Würde zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die schwarzen Mareien:&lt;/b&gt; Meist ältere Frauen in schwarzen Tüchern, die alles verhüllten ausser der Nasenspitze, dem Kinn  und den Fäusten. Sie sahen aus, als kämen sie aus einer anderen Zeit. Sie sahen arm und wütend aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Landfrauen:&lt;/b&gt; Frauen, die das Kopftuch als Arbeitskleidung trugen. So selbstverständlich wie Generationen von Frauen vor ihnen. Unsere Wirtin in Pamukkale war so eine Frau. Eine Frau, wie man sie im Westen selten sieht. Eine Frau, die so aussah, als sei sie genau dort, wo sie hingehöre und glücklich darüber. Eine Frau ohne Ängste, so schien es. Die Sonne in ihrem komplexen Familiensystem. Von den wenigen Türkinnen, mit denen wir sprechen konnten, konnte sie am besten Englisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Individualistinnen:&lt;/b&gt; Sie trugen ihre bunten Kopftücher mit kurzen oder halblangen Jacken. Mit langen, neonfarbigen Röcken und Jeans. Ihre Kleidung war eine kreative Mischung aus Ost und West. Die Freaks unter den Musliminnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und dann sah ich Tausende von Frauen, die sich in ihrem Aussehen kaum von Westlerinnen unterscheiden. Und am Busbahnhof von Ayd&#305;n habe ich eine junge Türkin in einem eng anliegenden T-Shirt gesehen, auf dessen Brust breit stand: &quot;You will beg for it&quot;. Ich kenne keine einzige Westlerin, die so etwas tun würde. Sie stand - natürlich - nicht weit von einer Wohlanständigen.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-09T15:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5045814/">
    <title>Kopftuch</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5045814/</link>
    <description>&quot;Zuerst lehnte ich das Kopftuch ab. Doch dann begann ich es zu tragen und ich merkte: Ich kam mit Kopftuch einfach besser zurecht. Man  betrachtete mich als denkende Person. Und ich wurde nicht mehr dauernd angemacht. Das Kopftuch gab mir Würde und Raum zu sein, wer ich war.&quot; Das pflegte meine Freundin Mascha zu sagen. Sie war aus einer gut katholischen Familie und, weiss Gott, eine Hardcore-Feministin. Mit 18 aber verbrachte sie ein Jahr in einer muslimischen Familie in Kenia, wo sie das Kopftuch schätzen lernte. Zu Hause trug sie es dann nicht mehr. Nein. Später ging sie sogar eine Weile kahlgeschoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist lange her. Aber es hat meine Haltung zum Kopftuch geprägt. Jedenfalls lehne ich es nicht rundweg ab, schreie nicht nach einem Kopftuchverbot. Bin mir nicht sicher, ob das Kopftuch wirklich ein Symbol für die Unterwerfung der Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal ich festgestellt habe, dass es selbst in kleineren Städten im Westen Musliminnen gibt, die ihr Kopftuch und das dazugehörige Mäntelchen durchaus mit Modebewusstsein, ja mit einem gewissen urbanen chic tragen. Das sind keine gehorsamen Arbeitstiere, die sich nach getaner Arbeit pflichtschuldigst unter ihren Ehemann legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie komplex die Frage ist, zeigt die Situation in der Türkei. Dort ist der &lt;a href=&quot;http://www.news.ch/Tuerkei+Verfassungsgericht+hebt+Kopftuch+Gesetz+auf/311069/detail.htm&quot;&gt;Kopftuchstreit&lt;/a&gt; Symptom eines Problems, das sich bald zur &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2008/28/tuerkei-akp-kemalisten&quot;&gt;Staatskrise&lt;/a&gt; ausweiten könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz bevor wir hinreisten, flammte er erneut auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kopftucherbot an den türkische Unis sei in den 80-er Jahren unter der Militärregierung eingeführt worden, las ich in einer Agenturmeldung. Um die Islamisierung der Gesellschaft zu verhindern, hiess es. Um sicher zu stellen, dass die Türkei ein säkulärer, nach Westen orientierter und damit freiheitlicher Staat bleibe. Nur: Regierende Generäle gelten in der Regel nicht gerade als Hüter der Freiheit und der Rechte von Frauen. Und: Ist es nicht paradox, ausgerechnet jenen Frauen Kleiderverbote aufzuerlegen, die an der Uni zu selbständig denkenden Menschen werden sollen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Weisst Du, es gibt viele Gründe, das Kopftuch zu tragen&quot;, sagte unser Freund, der Istanbuliker. &quot;Manche jungen Mädchen tragen es nur, weil sie das säkuläre Mami ärgern wollen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: Was tut Frau, wenn sie aufgefordert wird, sich ein Kopftuch umzulegen, bevor sie die blaue Moschee betritt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich jedenfalls legte es um und behielt es auch unter der grossen Kuppel um, als die Türhüter nicht mehr hinschauten. Warum? Vielleicht aus Solidarität mit all jenen Frauen, die das Kopftuch tragen, weil sie auf &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kopftuchstreit&quot;&gt;Identitätssuche&lt;/a&gt; sind. Vielleicht aus Respekt einer fremden Religion gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war die einzige westliche Touristin, die es so hielt. Die anderen nahmen in der Moschee ihre Tüchlein wieder ab und grinsten kokett ihre Männer oder Freundinnen an, bevor sie ihren Blick bewundernd über die blauen Kacheln schweifen liessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren frei. Sie hatten diesen Mullah-Türhütern ein Schnippchen geschlagen!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-08T09:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5041881/">
    <title>In Istanbul</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5041881/</link>
    <description>Wir können uns glücklich schätzen: Noch vor unserer Abreise hatten wir einen echten Istanbuliker kennengelernt. Einen Mann aus unserem Städtchen, der in die Schönheit der Grossstadt am Bosporus vernarrt ist. Der mindestens einmal im Jahr dorthin fliegt und sogar jahrelang türkisch gelernt hat, um die Stadt noch besser zu verstehen. Er vermittelte uns einen guten Kontakt*. So kam es, dass wir schon am Flughafen abgeholt wurden. Ein netter, wenn auch unserer mangelhaften Sprachkenntnisse wegen zwangsläufig stiller Türke fuhr uns zu einem Haus beim &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Galataturm&quot;&gt;Galataturm&lt;/a&gt;, wo wir erst einmal ein Tässchen Tee serviert bekamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.antalya.de/tee.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: www.antalya.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann chauffierte er uns weiter zu unserer Wohnung. Fuhr das steilste Strässchen hinunter, das ich je gesehen habe. Stoppte und führte uns mit Sack und Pack hinein in ein unscheinbares Wohnhaus aus den sechziger Jahren. Vier Stockwerke hoch. In einem Treppenhaus, das leise nach Katzenpisse roch und hinter einer zugemauerten Tür die Ruinen eines Lifts ahnen liess (Man hatte uns ja gewarnt: Treppenhäuser in Istanbul seien nicht das, was Europäer so erwarteten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann öffnete er die Tür zu &quot;unserer&quot; Wohnung. Die Frogg trat ein, schaute, blieb mit offenem Mund stehen und vergass beinahe, Herrn T. auch herein zu lassen. Der stille Türke grinste. Vor uns lag eine riesige Fensterfront, die direkt auf den Bosporus ging. Das was unsere Aussicht (von rechts nach links):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;moscheen&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/moscheen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Hinüber zum &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Topkap%C4%B1-Palast&quot;&gt;Topkap&#305;-Palast &lt;/a&gt;, zur &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sultan-Ahmet-Moschee&quot;&gt;blauen Moschee&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hagia_Sophia&quot;&gt;Hagia Sophia&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;frachter&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/frachter.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Hinüber nach Kadiköy und &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Beyo%C4%9Flu#.C3.9Csk.C3.BCdar&quot;&gt;Üsküdar&lt;/a&gt;, hinüber nach Asien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;brueckebeitag&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/brueckebeitag.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Hinüber zur &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bosporus-Br%C3%BCcke&quot;&gt;Bo&#287;aziçi-Brücke&lt;/a&gt;, die Europa und Asien verbindet...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;brueckebeinacht&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/brueckebeinacht.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
... und hinüber zur selben Brücke bei Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so blau ist der Bosporus. Eigentlich hatte ich ihn mir anders vorgestellt. Weniger frisch und fröhlich. Aber hier war er, der Bosporus, so blau wie der Luganersee, und wir konnten kaum den Blick von ihm wenden. Tag und Nacht dröhnten die Schiffe an uns vorbei, hinauf zum Schwarzen Meer oder herunter von ebendort. Direkt unter uns lag der Fährhafen Kabata&#351;. Manchmal überholten die eiligen Schiffe aus Üsküdar einander, bevor sie dort anlegten. Morgens und abends waren sie gestossen voll mit Pendlern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wahrlich: Wir schätzten uns glücklich, auf einem Sofa liegen und der ganzen Geschäftigkeit zuschauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ernsthaften Istanbul-Interessenten vermittle ich den Kontakt gerne weiter. Ob wir dabei auch Istanbuliker geworden sind, weiss ich noch nicht. Es wird sich wohl erst noch zeigen.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-06T12:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5034258/">
    <title>Pfeffer-Schock</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5034258/</link>
    <description>Schon im Flugzeug nach Istanbul erlitt die Frogg einen leichten Kulturschock. Wegen dieses kleinen Päckchens auf unserem Lunchtablett:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;150&quot; alt=&quot;biber&quot; width=&quot;200&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/biber.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kenner der Frogg&apos;schen Auseinandersetzung mit der &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4908270/&quot;&gt;Peperoni-Frage&lt;/a&gt; werden leicht verstehen, weshalb. Hatte die Frogg doch vor den Ferien fleissig ein paar Worte türkisch gelernt und brav memoriert: &quot;Biber&quot; heisst &quot;Peperoni&quot; oder &quot;Paprikaschote&quot; (etwa in &quot;biber dolmas&#305;&quot;, gefüllte Peperoni). Wenn &quot;biber&quot; aber irgendetwas mit Paprika heisst, so eines der unerschütterlichen Frogg&apos;schen Glaubenssätze, dann kann &quot;biber&quot; unmöglich auch &quot;Pfeffer&quot; heissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch war in dem Päckchen Pfeffer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie also heisst dann Paprika?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage drehte irgendwo im Frogg&apos;schen Hinterkopf ihre Runden. Derweil besichtigten wir auch Gewürzmärkte. In Istanbul. In Bodrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;gewuerze&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/gewuerze.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier fand ich eines Tages die Antwort: In einem Kistchen lag ein rotes, grob gemahlenes Pulver, auf dem Schildchen dazu stand &lt;b&gt;k&#305;rm&#305;z&#305; biber&lt;/b&gt;: Roter... ja, was jetzt? Pfeffer oder Paprika? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein &lt;a href=&quot;http://books.google.ch/books?hl=de&amp;id=xrGj3YuSqXoC&amp;dq=langenscheidt+sprachf%C3%BChrer+t%C3%BCrkisch&amp;printsec=frontcover&amp;source=web&amp;ots=r5NqObm7Rx&amp;sig=Blddk47wgjcAonfD3qru0GEcQEk&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;resnum=5&amp;ct=result&quot;&gt;Sprachführer&lt;/a&gt; schaffte Klarheit: &lt;b&gt;k&#305;rm&#305;z&#305; biber&lt;/b&gt;heisst &quot;Paprika (Gewürz)&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich musste eines meiner Dogmen revidieren und feststellen: Die Welt ist eben doch komplizierter als ich gedacht habe. Oder einfacher?</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-02T09:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5029705/">
    <title>Fussball in Istanbul</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5029705/</link>
    <description>Seit gestern sind wir aus der Türkei zurück. Seit gestern ist die Fussball-EM zu Ende. Eigentlich ist es zu spät, die Erinnerung an unser persönliches Spiel der Spiele Revue passieren zu lassen: Schweiz - Türkei am 11. Juni. Ich werde es dennoch tun. Einfach, weil es so schön war: Wir sahen den Match in einer Seitengasse der Istiklal Caddesi, der Vergnügungsmeile von Istanbul. In einem kleinen Restaurant mit weissen Tischtüchern, warmem Licht und offenen Türen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Fernseher hing dieses Bild:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;atatuerk&quot; width=&quot;284&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/atatuerk.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt &lt;a href=&quot;http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/AtatuerkKemal/&quot;&gt;Mustafa Kemal Atatürk&lt;/a&gt;. Den Vater aller Türken. Den Mann, der nach dem Ersten Weltkrieg aus den Trümmern des Osmanischen Reiches die moderne Türkei schuf. Er starb 1938. Sein Bild sieht man in der Türkei heute noch täglich irgendwo. In unserem Restaurant wachte er über das Spiel und ich ahnte: Die Türken würden gewinnen. Denn wer wird nicht gewinnen, wenn dieser Blick über ihn wacht? Diese väterliche Wärme. Diese Ahnung von Grausamkeit. Das Wissen: Dieser Mann kann töten. Und die Ungewissheit: Aus welchem Anlass würde er es tun? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte doch Fatih Terim gewusst, dass der Vater aller Türken persönlich über das Spiel wachte! Er hätte mit seinen Affentänzen gar nicht erst begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant wurde voll und voller. Den vordersten Zehnertisch füllte allein ein zahnloser, liebenswürdiger, aber nicht ganz zurechnungsfähiger Türke. Er gehörte wohl zur Familie. Jedenfalls behandelten ihn die zahlreichen Kellner mit freundlicher Nachsicht. Auch wenn er sich in Glücksmomenten den französischen Touristinnen am Nachbartisch allzu freudig an die Oberweite hängte. In der zweiten Reihe sass eine türkische Grossfamilie. Die weiteren Reihen füllten Touristenaus den USA, die selbstverständlich für die Türken waren. Wir, an einem Seitentisch, waren die einzigen Schweizer. Unser Jubel über das Goal von Hakan Yakin ging im Zorngeschrei der Türken unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun suchten die Türken den Ausgleich, und die Spannung steigerte den Appetit der Gäste ins Unermessliche. Auf silbernen Tabletten trugen die Kellner Berge von frittierten Sardellen und Calamares, Salat und volle Brotkörbe vorbei. Und dazu Getränke. Und später Teller voller Wassermelonenschnitze, Aprikosen und Kirschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wetter trug viel zum allgemeinen Wohlgefühl bei: Derweil die Fussballkämpfer in der Schweiz durch knöcheltiefe Regenpfützen schlitterten, sass man in Istanbul im T-Shirt vorm Fernseher - trotz fortgeschrittener Stunde ohne Jäckchen. Als Semih in der 57. Minute das erste türkische Tor schoss, wurde aus dem Fussballfest vollends ein grosses Fressen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil erob sich draussen ein dumpfes Dröhnen. Rundum gab es Bars, die ihren letzten Stuhl vor den Fernseher im Freien gestellt hatten. Und die Zuschauer da draussen schienen alle Pauken mitgenommen zu haben. Es war ein gewaltiger Lärm. Die Istiklal Caddesi brodelte... ach was, brodeln tut sie jede Nacht, sie kochte über, sie zischte und dampfte wie ein Wasserfall auf einer gigantischen, hiessen Herdplatte. Die Spannung stieg ins Unermessliche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für uns wäre ein Unentschieden schon ok gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch dann, ganz am Schluss, fiel das Siegestor der Türken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zahnlose fiel den Französinnen um den Hals. Alle Türken sprangen auf und jubelten. Die Touristen sprangen auf und jubelten. Wir standen auf und taten irgendetwas. Draussen legte das Getöse an Dezibel zu. Dann kamen zwei Musiker herein und begann den allgemeinen Lärm mit traditioneller türkischer Volksmusik zu übertönen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde es zu laut. Wir gingen. Draussen zogen Scharen feiernder Türken mit Fahnen durch die Gassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr T. und ich machten uns auf den Weg in unsere Wohnung. &quot;Eigentlich&quot;, sage ich zu Herrn T., als wir die erste ruhige Strasse fanden, &quot;Eigentlich  ist das für uns eine Win-Win-Situation. Die Türken hätten uns doch verhauen, wenn die Schweizer gewonnen hätten!&quot; Solches Zeug behauptet die Frogg. Obwohl sie überhaupt kein Gesicht macht, als hätte sie eben sowieso gewonnen. Nein. Sie ist enttäuscht und fühlt sich einsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst später sollte sie feststellen, dass die Stärke der Türken erhebliche Vorteile hatte: So hielt das Fussballfieber in der Türkei noch zwei Wochen an. Es sorgte stets für guten Gesprächsstoff mit Reisebekanntschaften. Und für mächtige Spektakel: leintuchgrosse Türkenflaggen an den unglaublichsten Orten und Feuerwerke bei ersten Goal gegen die Deutschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst danach wurde es ruhiger.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-30T16:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4941970/">
    <title>Glücksmoment</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4941970/</link>
    <description>Habt Ihr das auch schone erlebt? Dass Euch für ein paar Stunden genau die richtigen Freunde zufallen? Genau im richtigen Moment? Genau diejenigen, auf die Ihr gewartet habt, ohne es zu wissen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mir gestern passiert. Das war ein starker Zauber, ein grosses leuchtendes Glück.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-22T07:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4932441/">
    <title>Warum die Türkei?</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4932441/</link>
    <description>Wie wählt man ein Reiseziel aus? Auf Grund von Hochglanzbroschüren? Von Reiseberichten in der Zeitung? Bei der Fröschin ist es keins von beidem. Denn beides liest sie nicht. Nein. Die Fröschin ist eine Träumerin. Sie folgt am liebsten irgendwelchen Fingerzeigen aus dem  Wolkenkuckucksheim hinter ihrer Stirn. Biedere Hochglanz-Bilder würden sie dabei nur stören. Dass die Touristiker den Begriff &quot;Destination&quot; kennen und eine bestimmte &quot;Destination&quot; bis aufs Blut vermarkten, ist ihr in der Freizeit völlig egal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie setzt lieber auf Eingebungen. Als ich jung war hatte ich zum Beispiel diese merkwürdige Vorliebe für bizarre Küstenformen. So sass ich eines Augusttages anno 1989 in Ballina, Irland, und brütete über einer Karte der Gegend. Nicht allzu weit von Ballina  sah ich &lt;a href=&quot;http://encarta.msn.com/map_701558883/blacksod_bay.html&quot;&gt;Blacksod&lt;/a&gt; (um zu verstehen, was mich dorthin zog, muss man den Link hier anklicken und dann die Karte zoomen - und zwar auf der Halbinsel links von Ballina). Ich zeigte mit dem Finger auf Blacksod und sagte zu meinem damaligen Reisegefährten Konrad: &quot;Dort will ich hin!&quot; Konrad verdrehte die Augen, denn selbst von Ballina war Blacksod eine halbe Tagreise entfernt. Aber wir fuhren hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sah dort so aus:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;269&quot; alt=&quot;blacksod&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/blacksod.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es war wunderbar. Warum, werde ich Euch ein andermal erzählen. Denn hier geht es ja um ums Wolkenkuckucksheim im Kopf.  Also. Meine Vorliebe für bizarre Küstenformen habe ich jedenfalls behalten. Doch in den nächsten Jahren waren es immer öfter Bücher, die mich zu einer Reise bewegten. Oder merkwürdige Begebenheiten. Zum Beispiel &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=137021&quot;&gt;las ich&lt;/a&gt; den Roman &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Middlesex_(Eugenides)&quot;&gt;Middlesex&lt;/a&gt;  von Geoffrey Eugenides. Teile davon spielen in der Türkei, in Izmir (damals Smyrna, was für ein poetischer Name!) Es war kein konfliktfreies Izmir, das mir da geschildert wurde. Aber es war eine Stadt mit einer mythischen Geschichte. Und dazu noch die Stadt, aus der einst die gedörrten Feigen kamen, eine Köstlichkeit meiner Kindheit. &quot;Ich möchte nach Izmir&quot;, sagte ich zu Herrn T. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Herr T. war not amused. &quot;In die Türkei reist man nicht. Die Türkei hat ein Kurdenproblem und Probleme mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung&quot;, sagte er. Ausserdem hat er vor zwanzig Jahren in Istanbul schlechte Erfahrungen mit einem Teppichverkäufer gemacht. Ich schlug mir also die Sache aus dem Kopf. Bis ich eines Tages im Türkenladen einkaufen ging. Es war kurz nach unseren Ferien in Griechenland im Sommer 2007. Ich kaufte Fetakäse. &quot;Fetakäse, das ist nichts&quot;, sagte der Türke an der Kasse. &quot;In der Türkei wir haben auch Ziegenkäse. Fast gleich wie in Griechenland. Aber wenn Du ein Stück gegessen, Du legst ihn zurück in seinen Saft und er bleibt frisch.&quot; Dann liess er noch durchblicken, dass die Griechen ja überhaupt nicht kochen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kaufte ich zwar keinen türkischen Ziegenkäse. Aber ich betrachtete diese kleine Geschichte als Fingerzeig, ging nach Hause zu Herrn T. und sagte: &quot;Nächstes Jahr reisen wir in die Türkei.&quot; Herr T. hatte keine Wahl mehr: Im Juni fliegen wir nach Istanbul. Später soll es auch nach Izmir gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich interessieren mich dort auch die geografischen Besonderheiten (Ich sage nur: Bosporus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Istanbul offenbar eine &lt;a href=&quot;http://www.euromonitor.com/Top_150_City_Destinations_London_Leads_the_Way&quot;&gt;Top 20-Destination&lt;/a&gt; ist, habe ich eben erst festgestellt, eher zufällig. Es berührt ein wenig seltsam.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
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    <title>Schicksalshafte Begegnung</title>
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    <description>Neulich wollte ich gediegen shoppen und fuhr deshalb nach Bern. Klar, in Zürich hätte ich auch gekonnt. Aber ich wählte Bern, weil eine innere Stimme zur Frogg sagte: &quot;In Bern wirst Du jemanden treffen, der Dir etwas bedeutet.&quot; Das ist nicht abwegig, ich habe früher in Bern gewohnt. Und dennoch staunte ich selber, mit welcher Gewissheit ich mich genau aus diesem Grund für Bern entschied. Ich pfeife nämlich sonst auf Vorahnungen und derlei esoterisches Zeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Item. Ich fuhr nach Bern und shoppte und traf niemanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann suchte ich meine Lieblingsbar auf. Sie war aber so voll, so dass ich ins &lt;a href=&quot;http://www.kornhaus.org/kcafe.html&quot;&gt;Kornhauscafé&lt;/a&gt; wechselte. Dort bestellte ich Tee und las ein bisschen. Ich trank Tee und und las noch ein bisschen. Dann zahlte ich und las noch ein bisschen. Dann stand ich auf und zog meinen Mantel an. Zwei Männer mit zwei kleinen Kindern kamen herein. Der eine fragte, ob er einen Stuhl von meinem Tisch haben könne. Ich sagte: &quot;Ja, klar&quot; und zog meinen Schal an und plötzlich stand der andere vor mir und sagte: &quot;Moni! Du bist doch Moni!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Zeno. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeno, mit dem ich in Bern ein paar Jahre lang eine Wohnung geteilt hatte. Mit dem ich halbe Nächte durchdiskutiert hatte. Zeno, der mich gelehrt hat, wie man Meinungsverschiedenheiten ohne persönliche Ressentiments austrägt. Zeno, in den die Frogg sogar ein bisschen verliebt war (wobei mir lieber ist, wenn er es nicht weiss). Zeno, der später irgendein prestigeträchtiges Nachdiplomstudium in Wien in Angriff nahm und dann in den luftigen Höhen der Berner Beamtenhierarchie verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war, als hätte das Schicksal Frau Frogg ins Kornhaus-Café getrieben, auf dass sie dort Zeno treffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir redeten nur kurz, denn Zeno war im Stress. Die Kinder waren nämlich seine, und er war ja mit seinem Kollegen dort. Aber es gelang uns doch noch, uns kurz in eine Meinungsverschiedenheit zu verheddern. Sie wurde weniger verständnisvoll ausgetragen als anno dazumal. Herr Zeno hat gelernt, bundesbernische Beamtengeringschätzung zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt: Als die Frogg später über das Treffen nachdachte, war sie unzufrieden. Sie fühlte sich provinziell, kleinbürgerlich und unangenehm an alte Zeiten erinnert. In der Erinnerung sah sie sich als hässliches Entlein. Als eines, das nicht mal zum schönen Schwan wurde, sondern einfach zur lahmen Ente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich immer geglaubt, so ein schicksalshaftes Treffen müsse einen glücklich machen. Oder wenigstens etwas Positives bedeuten. Aber an diesem schicksalshaften Treffen kann ich wenig Positives sehen. Also: Was soll ich davon halten?</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
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    <title>London: Der wilde Osten</title>
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    <description>Jetzt bin ich mit meiner London-Retrospektive immer noch nicht fertig. Ich muss doch noch vom wilden Osten der Riesenstadt erzählen! In den letzten 20 Jahren sind dort gewaltige Landflächen total umgekrempelt worden. Lagerhallen wurden zu Lofts. Bürotürme schossen in die Höhe. Aus alten Hafenbecken wurden Tummelplätze für die Boote der Betuchten. Man kann sich kaum noch vorstellen, wo hier die weniger gut Situierten wohnen (auch wenn es sie weiter gibt, aber das ist eine andere Geschichte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Umkrempelungsprozess ist keineswegs vorbei. Heute verläuft die Front der Erneuerung mitten durch &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/London_Borough_of_Greenwich&quot;&gt;Greenwich&lt;/a&gt;. Einen Brückenkopf städtischer Eleganz gibt es dort direkt an der Themse, rund um die Station der Docklands Light Railway. Dahinter aber erstreckt sich eine Wüste. Riesige Areale mit zerfallenen Fabriken; einsame Hochhäuser inmitten von Brachlandschaften aus Schutt und Scherben. Vor einigen dieser mit Wellblech umfriedeten Felder stehen Bautafeln: Hier entstehen neue Wohnparadiese für Gutbetuchte. Manchenorts sind sogar die Baukrane schon bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann taucht mitten in dieser Mondlandschaft eine Fata Morgana auf und leuchtet geheimnisvoll in allen Regenbogenfarben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN0643&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/DSCN0643.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &lt;a href=&quot;http://www.laban.org/&quot;&gt;Laban Centre&lt;/a&gt;, eine Schule für Modern Dance, ein Bau der Architekten &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Herzog_&amp;_de_Meuron&quot;&gt;Herzog &amp; de Meuron&lt;/a&gt;. Es war &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4827570/main&quot;&gt;Veronikas&lt;/a&gt; Idee gewesen, dorthinzugehen. Der Anblick war surrealer Höhepunkt unserer London-Reise. Wer sich für Stadtentwicklung interessiert, sollte es uns nachtun und hingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er muss sich aber auf einiges gefasst machen: Als wir am frühen Abend durch ein von Wellblech gesäumtes Strässchen zum Gebäude gehen wollten, wurden wir von Polizisten aufgehalten: Sie jagten gerade ein paar Jugendliche, die ins verlassene Fabrikareal nebenan eingebrochen waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns spätabends auf den Rückweg zur Bahnstation machten, war uns zwei Frauen die Gegend plötzlich gar nicht mehr geheuer. Am nächsten Abend bestätigte uns mein alter Kumpel &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=157230&quot;&gt;Eagle Nose&lt;/a&gt; unseren Verdacht, dass die Gegend ziemlich rau ist. Er hat dort in jungen Jahren als Betriebsleiter einer Bäckerei gearbeitet - offenbar mit ziemlich schwierigen Burschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Aus meinen Notizen vom 14. und 15. März 08)</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-10T19:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4832524/">
    <title>Kaffeerausch in London</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4832524/</link>
    <description>&quot;Ach, hier will uns wieder mal jemand erzählen, wie schlecht der Kaffee in London ist!&quot; habt Ihr gedacht, als Ihr diesen Titel gelesen habt. Nicht wahr? Aber weit gefehlt. Ich werde genau das Gegenteil behaupten: In London kann man heute richtig guten italienischen Espresso trinken! Glaubt mir, ich kann die Qualität von Kaffee neuerdings gut beurteilen, ich habe nämlich im letzten Herbst einen Kaffee-Entzug gemacht. Aus gesundheitlichen Gründen (Meniere-Kranke sollten keinen Kaffee trinken, habe ich irgendwo gelesen). Nun, der Entzug war kein Sonntagsspaziergang, aber er hat sich gelohnt: Seither trinke ich Kaffee nicht mehr dröge am Morgen, um überhaupt wach zu werden. Nein, ich gönne mir ein- oder zweimal die Woche nachmittags einen Espresso mit Zucker als Genussmittel. Aber nur dort, wo ich auch guten Kaffee bekomme!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn von gutem Kaffee bekomme ich jetzt ganz wunderbare Kaffeeräusche! Habe ich Kaffee getrunken, bin ich glücklich, inspiriert und jeder schöne Anblick fährt mir ein, als wäre ich manisch depressiv und gerade auf einem Hoch. Von einem doppelten Espresso mit Zucker bekomme ich gar einen Schwips, der jenem von zwei kleinen Gläsern Wodka nicht unähnlich ist (und das will etwas heissen, denn früher hat die Frogg immer behauptet, die besten Räusche bekomme man von genau zwei kleinen Gläsern Wodka).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen richtig guten doppelten Espresso trank ich an unserem zweiten Tag an der King&apos;s Road im Londoner Nobelviertel Chelsea. Seine Wirkung machte sich bereits bemerkbar, als Veronika und ich das Café verliessen und ins eher weniger gut situierte East End weiter wollten. Ich war bei bester Laune. &quot;Nehmen wir den Bus?&quot; fragte ich, zu einem Experiment aufgelegt. Und wir hatten auch noch unanständig viel Glück: Wie von Geisterhand gesteuert trudelte ein solcher Bus aus Westen die King&apos;s Road herauf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.countrybus.org/RML/RML2363f.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Bild geklaut von www.countrybus.org)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, richtig, der Bus No. 11 fährt von der King&apos;s Road aus direkt nach Osten, und vor allem: Er fährt auf dem Weg dorthin mitten durch das Herz von London: durch die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Whitehall&quot;&gt;Whitehall&lt;/a&gt;, vorbei am &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Trafalgar_Square&quot;&gt;Trafalgar Square&lt;/a&gt;, durch den &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Strand_(London)&quot;&gt;Strand&lt;/a&gt; und die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Fleet_Street&quot;&gt;Fleet Street&lt;/a&gt;, vorbei an der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Saint_Paul&apos;s_Cathedral&quot;&gt;St. Paul&apos;s Cathedral&lt;/a&gt; und ungefähr bis zum noch neuen, aber schon berühmten &quot;Gherkin&quot;* der Swiss Re von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Foster&quot;&gt;Norman Foster&lt;/a&gt;. Der Bus No. 11 sei jedem London-Anfänger als Einstieg empfohlen! Und wir fanden erst noch ein gutes Plätzchen zuvorderst im oberen Stock des Doubledeckers. Von dort aus bestaunten wir die zu einem bizarren orientalischen Tempel gewordenen roten Ziegel der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Westminster_Cathedral&quot;&gt;Westminster Cathedral&lt;/a&gt;. Und sahen in der Ferne die Statue von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Horatio_Nelson&quot;&gt;Admiral Nelson&lt;/a&gt; in Regen und Nebel strammstehen. Kurvten am edlen Hotel Waldorf vorbei und riefen &quot;aaah!&quot;, als in der Ferne die Renaissance-Kathedrale mit der grossen Kuppel zu sehen war - mit den Hochhäusern der City als Hintergrund. Weiss Gott, ich bin schon ein paarmal in London gewesen und habe viel von der Stadt gesehen. Aber diese Fahrt und der Kaffee machten mich rasend vor Begeisterung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider konnte ich das alles nicht fotografieren, dazu regnete es zu sehr. Statt dessen hier die Londoner City vom Südufer der Themse her gesehen (die Swiss-Re-Gurke ganz rechts im Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN0647&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/froggblog/images/DSCN0647.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Der London-Reise zweiter Tag, 14. März 08)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gürkchen</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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