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    <title>Journal einer Kussbereiten : Rubrik:an der tagblattstrasse</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>diefrogg</dc:publisher>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:date>2009-09-04T08:41:34Z</dc:date>
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    <title>Journal einer Kussbereiten</title>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5901885/">
    <title>Schweiz wartet</title>
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    <description>Gestern Abend, 20.35: Herr T. kommt zur Tür herein. Die Tagesschau läuft. Herr T. sagt: &quot;Hallo&quot;, und dann: &quot;Na? Sind sie jetzt endlich da, die beiden?&quot; Ich muss ihn gar nicht fragen, wen er meint. Er meint die beiden Geschäftsleute, die in &lt;a href=&quot;http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/ghadhafis_nervenkrieg_mit_den_geiseln_1.3419087.html&quot;&gt;Libyen&lt;/a&gt; immer noch festgehalten werden. Gäbe es für den Zustand des Wartens eine Mess-Skala von 1 bis 10, die Nation stünde darauf zur Zeit gerade auf der Stufe 9.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-26T07:47:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5881760/">
    <title>Sommernacht im Büro</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5881760/</link>
    <description>Wieder einmal  bin ich als &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=215496&quot;&gt;Nachtschattengewächs&lt;/a&gt; im Einsatz. In unserem &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5665738/&quot;&gt;neuen Büro&lt;/a&gt; haben wir eine Klimaanlage. Sie kühlt richtig ordentlich. Zuweilen gehe ich nach draussen, um mich ein wenig aufzuwärmen.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-16T21:53:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5877395/">
    <title>Desinfiktion</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5877395/</link>
    <description>Gestern um 16.30 Uhr an der Frontsitzung* unserer Redaktion: Wir, rund ein Dutzend Redaktoren, gehen unsere Stoffe für die heutige Zeitung durch. Auch der Kollege Aufseher stellt seine Themen vor. Aufseher präsentiert sich gern als Boulevardsau. Er sagt etwas über die Schweinegrippe. Er will etwas von &quot;Desinfektion&quot; sagen und sagt &quot;Desinfiktion&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Redaktorin und gelernte Literaturkritikerin Frogg findet den Versprecher richtig poetisch. So passend zu diesen Zeiten steigender Verunsicherung. Alle fabulieren schon seit Wochen über ein Problem, das real noch gar nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Desinfiktion! Gutes Wortspiel&quot;, sagt sie fröhlich in die versammelte Runde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;War nur ein Versprecher...&quot;, sagt er. Er sieht richtig verlegen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wird mir klar, dass wir uns wohl gründlich missverstehen. Er glaubt bestimmt, er habe &quot;Desinficktion&quot; gesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für Nicht-Zeitungsmenschen: Die Frontsitzung einer Zeitung findet jeweils gegen Abend statt. Die versammelten Redaktoren entscheiden dort, welche Stoffe auf der Front der Ausgabe des nächsten Tages präsentiert werden.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-14T10:52:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5859494/">
    <title>Hände reinigen, bitte!</title>
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    <description>Ich hatte eigentlich geglaubt, die Kunst des Händewaschens seit ungefähr anno 1969 tadellos zu beherrschen. Doch heute früh, als ich eine der Toiletten in unserem Bürogebäude betrat, fand ich dort eine Flasche mit Desinfizierlösung vor. Dazu am Spiegel eine Anleitung in dieser Art:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.mrsa-net.nl/de/pictures/pic-eg-ant-19-0-h%C3%A4ndedesinfizieren.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: www.mrsa-net.nl) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie belehrte mich eines Besseren. Daraus zu schliessen, dass die &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5678293/&quot;&gt;Schweinegrippe&lt;/a&gt; auch ihr Gutes hat, finde ich aber etwas verfrüht.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-04T09:13:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5764353/">
    <title>Zwischenfall mit Polizeiauto</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5764353/</link>
    <description>Um 11 Uhr heute Morgen will ich zu Fuss die Tagblattstrasse überqueren. Bei der üblichen Ampel. Sie steht auf Rot, aber da ist Null Verkehr. Die Strasse liegt da wie ausgestorben. Sie jetzt nicht bei Rot zu überqueren, wäre widersinnig. Deshalb tue ich, was ich in den letzten zehn Jahren bestimmt schon hundert Mal getan habe: Ich ignoriere die Ampel und tipple hinaus auf die Strasse. Ich habe gerade drei Schritte gemacht, da donnert aus dem Nichts ein Auto auf mich zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache einen Sprung auf die Seite. Es kommt  zum Stillstand. Zwischen uns gerade noch zehn Zentimeter. Zum Glück! Sonst würde ich Euch aus dem Spital schreiben. Oder gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes sehe ich: Verdammt, das ist ein Polizeiauto! Ich denke: &quot;Uii! Das gibt Ärger!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann fährt mir der Schreck ein und die Knie beginnen mir zu zittern. Ich hopple aufs Trottoir gegenüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da lässt der Polizist die Autoscheibe hinunter und beginnt zu brüllen. &quot;Wenn es Rot ist, ist es Rot! Das gilt auch für Sie!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will mich zaghaft rechtfertigen, doch im Grunde weiss ich: Gegen Polizisten und andere Autoritätspersonen sollte man sich nicht wehren, wenn man allein ist. Vor allem dann nicht, wenn sie am längeren Hebel sind. Und er ist am längeren Hebel. Juristisch betrachtet habe ich hier gar nichts zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ja, ja, schon gut!&quot; brummle ich, immer noch verdattert, da geht seine Scheibe wieder hoch und er röhrt davon. Er muss aus dieser elenden Seitenstrasse gekommen sein.  Als er in die Strasse einbog, schaute er wahrscheinlich nach Links statt nach vorn und gab wegen der Steigung der Seitenstrasse ziemlich Gas. Ich glaube, er ist genauso heftig erschrocken wie ich. Und irgendetwas am Polizistendasein befähigt einen, in solchen Momenten zu brüllen statt nur zu zittern (wie ich es wahrscheinlich auch getan hätte, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre). Eigentlich bewundernswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Na, wenigstens hat er Dir keine Busse gegeben!&quot; sagte eine Kollegin beim Mittagessen.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-15T19:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5753520/">
    <title>Spaziergang mit Kind</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5753520/</link>
    <description>Soll mir nie mehr jemand erzählen, Kinder kämen als unbeschriebenes Blatt zur Welt und würden alles von ihren Eltern und anderen Bezugspersonen lernen,auch das Geschlechterrollenverhalten. Seit ich gestern mit meinem &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4777691/&quot;&gt;Göttibub&lt;/a&gt; die Tagblattstrasse hinunterging, weiss ich, dass Kinder schon mit vier ganz selbständig Dinge sehen, die zu sehen ihnen mit grosser Wahrscheinlichkeit niemand beigebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tagblattstrasse hinunter gehe ich seit einem Jahrzehnt mindestens einmal die Woche. Meistens allein. Ich weiss längst, dass dort ein alter Handwerker-Betrieb mit einem riesigen Metallgerüst im Hof steht. Ich bin mir nicht sicher, wozu es gut sein soll. Es ist mächtige drei Meter hoch und stammt eindeutig aus dem industriellen Zeitalter. Viel Beachtung habe ich ihm trotzdem nie geschenkt. Mir gefallen zwar diese historischen Zeugen des Industriezeitalters schon. Aber eher auf Reisen. Nicht auf dem Weg von und zur Arbeit. Ein stetiges Interesse an den Errungenschaften der Technik ist etwas für Männer, findet Frau Frogg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei auch Tims Vater, so weit ich weiss, kein besonderes Interesse an mächtigen Stahlgestellen in Hinterhöfen an den Tag legt. Und auch seine Mutter, &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4827570/&quot;&gt;Veronika&lt;/a&gt;, tut das eher nicht, glaube ich (correct me if I&apos;m wrong). Hat Tim wohl in der Waldspielgruppe eine Betreuerin, die mit offenem Mund vor einem alten Saurer-Lastwagen oder einem offenen Schlossereitor stehenbleibt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tim jedenfalls mit offenem Mund stehenblieb, wusste ich erst gar nicht, was er eigentlich sah. Das ist mir mit ihm auch schon passiert. Einmal blieb er in der Stadt mit offenem Mund vor einem ziemlich wüsten Chaos stehen und blickte mit staunenden Augen ins Durcheinander. Als ich fragte: &quot;Was siehst Du denn da?!&quot;, sagte er ehrfürchtig: &quot;Eine Baustelle!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesmal fragte er: &quot;Was ist das?!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich sah ich das Stahlgestell, das er meinte. Aber ich wusste halt nicht, was es war. Ich werde es herausfinden! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass Du auf dem Nachhauseweg so weinen musstest, tut mir leid. Nächstes Mal nehmen wir den langen Weg! Versprochen!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-10T11:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5713032/">
    <title>Seltsamer Betriebsausflug</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5713032/</link>
    <description>Kollege Eisenherz und die Frogg sitzen im Thermalpool. Laues Wasser umfächelt uns. Wir plaudern seit mindestens einer halben Stunde so intensiv wie wir in bald zehn Jahren Kollegenschaft nicht geplaudert haben. Irgendeine Unterwasserdüse hat gerade aufgehört, mit ihrem Gesprudel fröhlich quietschende Kinder an uns vorbeizutreiben. Da sagt er: &quot;Weisst Du, wenn Du mich fragst, war das erst der Anfang.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Moment ist es, als würde sich eine Wolke vor die Sonne schieben. Denn Eisenherz meint die Kündigungwelle, die während meiner Ferien über unseren Betrieb gegangen ist. Mittlerweile wissen wir, welche unserer Kollegen sie mit sich gespült hat. Wir haben eine Wirtschaftskrise. Der Inseratemarkt ist zusammengebrochen. Und, sagt Eisenherz: &quot;Jetzt werden doch überall immer mehr Leute arbeitslos. Wenn die ihre nächste Aborechnung bekommen, überlegen sie sich gut, ob sie noch eine Zeitung brauchen oder nicht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat zweifellos Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sitzen wir, mitten in einer wahnwitzig schönen Landschaft. Die Sonne scheint uns wie irr ins Gesicht. Wir reden weiter, noch viel länger. Uns trennen so viele Dinge, dass es ein Wunder ist, dass wir uns so gut verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Buffet später spreche ich mit aussergewöhnlichem Genuss zu. Wir Kollegen begegnen uns mit einer neuen Art von Freundlichkeit. Keiner von uns weiss, wo er in einem Jahr sein wird.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-21T09:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5670000/">
    <title>Frage zu Schutzmasken</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5670000/</link>
    <description>Diese Schweinegrippe wirft Fragen auf, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie einmal stellen würde. Zum Beispiel: In unserer Zeitung steht, die Migros hätte noch 7,5 Millionen Schutzmasken auf Lager. &quot;Aber das reicht doch nirgends hin!&quot; sagt die Frogg, auf einmal ganz Hausfrau. &quot;Ich meine: Dieses Land hat 7 Millionen Einwohner. Und wie oft muss man so eine Maske wechseln?&quot;</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-28T06:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5665738/">
    <title>Spuk im Grossraumbüro</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5665738/</link>
    <description>Einen Abend pro Woche amte ich bei uns auf der Redaktion als &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=215496&quot;&gt;Nachtschattengewächs&lt;/a&gt;. Dann gehört es zu meinen Aufgaben, bis Mitternacht die letzten Agenturmeldungen abzuwarten. So kann ich zuschauen, wie meine Redaktionskollegen Mann für Mann nach Hause gehen. Ich bleibe da. Um Mitternacht gehen auch die letzten Leute von der Seitentechnik. Wenn ich dann noch eine Kleinigkeit zu erledigen habe, bin ich allein im Büro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutterseelenallein in einem Grossraumbüro, in dem zu geschäftigen Zeiten um die 50 Leute ihre Tastaturen behämmern, mehr oder weniger laut  diskutieren, blödeln oder fernsehen. Kopfhörer sind unter uns Kollegen weit verbreitet. Manchmal muss man sich einfach konzentrieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachts um 00.00 Uhr aber ist es still dort. Nur mein Computer surrt dann noch und sonst ein paar Geräte, die niemand abstellt. Und Schlag Mitternacht geschieht jede Nacht kurz etwas äusserst Unheimliches: Eine Luftschutzsirene mit Schalldämpfern heult auf. Fragt mich nicht, was das sein soll. Sie pfeift auf, orgelt sich durch ein paar Tonleitern, dann wird es wieder still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neulich hatte ich etwas Kleines zu erledigen und sass so um  00.10 Uhr noch über meinen Göppel* gebeugt - mit dem Rücken zu einer Reihe von Schreibtischen. Da höre ich plötzlich leise Geräusche hinter mir. Als würde eine Hand über die auf diesen Schreibtischen verstreuten Papiere streichen. Ich drehte mich um. Da war niemand. Kein Mensch und, nein, auch kein Insekt. Und windstill ist es zwischen diesen Kunststoffwänden sowieso. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich machte mich wieder an die Arbeit, doch da war diese unsichtbare Hand wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freunde, ich habe noch nie Angst gehabt nachts in diesem Büro. Im Gegenteil: Ich mag die nächtliche Ruhe dort. Ich empfinde es als so etwas wie ein Privileg, an einem Ort allein zu sein, wo sonst nie jemand allein ist. Aber jetzt bekam ich Angst. &quot;Ein Gespenst!&quot; dachte ich. Doch da sprach die Stimme der Vernunft: &quot;Hey, das Büro ist kein Jahr alt. Wer sollte denn hier spuken?!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ich dachte an die vielen Zeitungsredaktoren, die ihre Jahre hier an der Tagblattstrasse verbracht haben. Zeitungen werden zwischen den unterschiedlich alten Mauern dieses Hauses seit Jahrzehnten gemacht. Vielleicht hat da so ein Schreiberling aus dem letzten Jahrtausend noch irgendeine Rechnung offen. Oder ein Gemeinderat aus der Umgebung, der sich von uns einst mies behandelt fühlte, sucht posthume Rache. Aber wer sollte das sein? War er mir wohl gesonnen? Überhaupt: Hatte ich Feinde im Haus? Nein, ich habe keine Feinde im Haus (was viel über meine Stellung darin sagt, aber das ist eine andere Geschichte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch war an Arbeit nicht mehr zu denken. Ich packte notdürftig meine Papiere weg und verliess fluchtartig das Haus. Erst auf der Strasse fühlte ich mich wieder sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Hause konnte ich lange nicht einschlafen. Ob meine Haare über Nacht ergraut sind, kann ich allerdings nicht beurteilen. Sie sind ja getönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schweizerdeutsches Wort, das ursprünglich fahrbare Untersätze aller Art bezeichnete. Heute aber auch für Computer gebräuchlich, zumindest bei uns in der Gegend.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-25T15:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5619027/">
    <title>Der Speck der Poesie</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5619027/</link>
    <description>Einige von Euch mögen sich gewundert haben, wo ich in den letzten Tagen abgeblieben bin. Ja, Eure Wahrnehmung stimmt. Ich bin auf meinem eigenen Blog viel weniger anwesend als früher. Das ist nicht meine Art. Ich liebe meinen Blog. Ich bin besessen von ihm. Aber dieser Tage fehlt mir das, was ich den &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=167819#message&quot;&gt;Speck der Poesie&lt;/a&gt; nenne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenes bisschen extra Sattheit im Hirn, das Kraft für Gedankenflüge gibt. Jenes nicht von Arbeit überwucherte Fleckchen Geist, aus dem Blogeinträge wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, dass mir die Arbeit im Büro stinkt. Sie macht sogar Spass. Aber sie frisst an mir. Ihr könnt Euch vorstellen, wie es um meinen &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5281406/#5282675&quot;&gt;Krimi&lt;/a&gt; steht, wenn ich schon keine Zeit mehr zum Bloggen habe!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-31T19:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5581446/">
    <title>Krise als Lifestyle - widerlich</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5581446/</link>
    <description>Damit wir uns richtig verstehen: Ich finde das &lt;a href=&quot;http://dasmagazin.ch/&quot;&gt;Magazin&lt;/a&gt; des Tages-Anzeigers noch immer etwas vom Besten, was man hierzulande am Wochenende zu lesen bekommt. Aber wie das &quot;Magi&quot; die &quot;Krise&quot; zum Lifestyle macht, macht mich wirklich tobsüchtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel der erste Satz im aktuellen Editorial (No.11/S. 3): &quot;Allen Ballast von sich werfen, sich befreien von allem Unnötigen und sich auf das Wesentliche zurückbesinnen, das raten uns die Psychologen und Philosophen in Hinblick auf die Rezession, die unser Leben noch eine ganze Weile beeinflussen wird.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Verlaub: Hauptbetroffene dieser Krise werden wieder einmal zwei Gruppen sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1) Die jungen Leute:&lt;/b&gt; Sie werden einen schwierigen Einstieg ins Berufsleben haben (Wie das sich anfühlt, davon erzähle ich gerne mehr. Ich habe die Krise der 90er-Jahre als  Jungakademikerin mit einem auf dem Arbeitsmarkt so gut wie wertlosen Phil-1-Abschluss erlebt).&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2) Leute so ab 50: &lt;/b&gt;Wenn sie arbeitslos werden, laufen sie grosse Gefahr, überhaupt keinen Job mehr zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene beider Gruppen werden vor allem damit beschäftigt sein, sich ihre Selbstachtung und ihre Hoffnung auf die Zukunft zu wahren. Beides betrachte ich nicht als &quot;Wesentliches&quot;, das ein Individuum für sich selber aufbringen muss. Die Basis für Selbstachtung und Hoffnung auf die Zukunft sollte eine Gesellschaft eigentlich allen Individuen bieten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht betrachten die &quot;Magi&quot;-Macher die wirklich Betroffenen ja gar nicht als ihre Leser. Vielleicht richtet sich das Editorial ja vor allem an die Züriberg-Millionäre, die im letzten Jahr mal schnell 24 von 75 Milliönchen verloren haben. Dass die sich vielleicht jetzt gerade keinen überflüssigen Luxus mehr leisten können ... ja, das bedarf schon einer tröstlichen Kommentierung! Da muss man den Verzicht zum Trend machen, um das Leiden zu lindern!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-14T10:58:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5563521/">
    <title>Rattenscharfer Humor</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5563521/</link>
    <description>Mein Lieblingsautor &lt;a href=&quot;http://zgraggenschagg.blueblog.ch/karriere/neue-ubs-witze.html&quot;&gt;zgraggenschagg&lt;/a&gt; überbietet sich wieder einmal selber!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-06T10:37:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5539546/">
    <title>Brief aus der Schweiz</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5539546/</link>
    <description>Lieber Trox&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich soll nicht zu früh um die Banken weinen, &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5534806/#comments&quot;&gt;schreibst Du&lt;/a&gt;. Mache ich auch nicht, denn dazu sähe ich nun wirklich keine Veranlassung. Aber ich mache mir Sorgen um die Schweiz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe ja lange hin- und herüberlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben soll. Erst war ich sprachlos vor Bestürzung. Dann erinnerte ich mich an einen früheren Entscheid: Dieser Blog ist meine Spielwiese. Hier schreibe ich nicht über Politik. Schon gar nicht über Banken, das Bankgeheimnis, die UBS. Dann schwieg ich vor Scham. Wer wird jemanden aus der Schweiz noch ernst nehmen? Profiteure alle. Und dazu noch erpressbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ich habe entschieden: Scham ist ein schlechter Ratgeber. Und dann werfen die Ereignisse der letzten Tage ihre Schatten gross und düster noch über die hinterste Spielwiese. Da scheint es mir naiv, so zu tun, als wären sie nicht da.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Tagen habe ich mich ein paarmal gefühlt, als flöge mir die Schweiz in Trümmern um die Ohren. Recht, Ordnung, Vertrauen, alles mit Füssen getreten, kaputt*.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiss ich nicht, über wen ich am wütendsten sein soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auf die Gangster bei der UBS:&lt;/b&gt; Weil sie mit ihren kriminellen Machenschaften in den USA dafür gesorgt haben, dass jeder in diesem Land so aussieht, als wäre er ein fröhlicher Nutzniesser von ertrogenen Steuergeldern.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auf unsere Regierung&lt;/b&gt;. Weil sie es verpennt hat, das Debakel zu verhindern. Obwohl sie es gekonnt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auf das Parlament&lt;/b&gt;: Weil es ebenfalls in der Lage gewesen wäre, uns diese Ungeheuerlichkeit zu ersparen.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auf die Amerikaner&lt;/b&gt;: Weil sie uns allen gezeigt haben, dass wir in einem kleinen Land leben und uns von jeder Grossmacht in den Arsch treten lassen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine: Ich selber war nie besonders glücklich mit dem Bankgeheimnis. Vor vielen Jahren habe ich an der Urne sogar einmal für seine Abschaffung gestimmt. Heute sehe ich, dass es auch Argumente für seine Beibehaltung gibt. Aber jetzt ist es genug. Jetzt will ich von allen Verantwortlichen, dass sie alles dran setzen, in unserem Staat wieder für Ordnung und Würde zu sorgen. Und für einen ehrbaren Umgang mit Geldern jeglicher Herkunft. Dafür würde ich sogar selber einen Beitrag leisten! Meine Spielwiese werde ich deswegen ja nicht aufgeben müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Für alle Nichtschweizer hier eine kurze Chronologie der Ereignisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mittwoch, 18. Februar, abends:&lt;/b&gt; Unsere Regierung beschliesst, den USA Unterlagen über 300 amerikanische Kunden der Schweizer Bank UBS zu liefern. Sie tut es auf Druck der Amerikaner. Die hätten der Schweizer Grösstbank die Lizenz in den USA entzogen, wenn die Daten nicht subito gekommen wären. Das hätte unsere Volkswirtschaft ruiniert. Unsere Regierung will also das Beste für uns tun, verstösst dabei aber gegen unsere eigenen Gesetze: Wir haben hierzulande ein Bankgeheimnis. Ob wir es mögen oder nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Freitag, 20. Februar, gegen Abend:&lt;/b&gt; Das Bundesverwaltungsgericht schreitet ein. Die Auslieferung der Daten sei gesetzwidrig, teilt es mit und verbietet sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Später am selben Abend&lt;/b&gt; wird klar: Das Gericht steht mit abgesägten Hosen da. Die Kundendaten sind bereits in den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seither&lt;/b&gt; herrscht Heulen und Zähneknirschen und die Medien suchen nach den Schuldigen für den Skandal, die Staatskrise. Aber niemand weiss, wie es weitergehen soll.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-24T20:01:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5534806/">
    <title>Die Schweiz zittert</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5534806/</link>
    <description>Neulich habe ich &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/5529333/main&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; nahe gelegt, am besten erfahre man in englischen Zeitungen, ob die Schweiz  bald untergeht. Heute habe ich festgestellt: Man muss gar nicht bis zu den Briten gehen. Die &lt;a href=&quot;http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Gebrochenes-Bankgeheimnis-Schweiz-zittert-um-Zukunft-der-Banken/477327.html&quot;&gt;Deutsche Financial Times&lt;/a&gt; sagt es uns sogar in einer unserer Sprachen.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-22T22:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/5529333/">
    <title>Vier krisenfeste Engländer</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/5529333/</link>
    <description>Man kann es in letzter Zeit fast jeden Tag in einer deutschsprachigen Zeitung lesen: Grossbritannien ist dem &lt;a href=&quot;http://www.wz-newsline.de/?redid=441420&quot;&gt;Staatsbankrott&lt;/a&gt; gefährlich nahe. Ich habe schon so viel darüber gelesen, dass ich mir die Läden von Londons stolzer Oxford Street  zur Hälfte zugebrettert vorstelle. Die neue Wohlfühl-Meile am Südufer der Themse ist vor dem frogg&apos;schen geistigen Auge menschenleer und von Vandalen zerstört. Ich sehe sie vor mir, die Briten, wie sie in ihren Reihenhäuschen sitzen, zitternd vor Kälte, weil sie sie nicht mehr zu heizen vermögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umso überraschter war ich, als ich neulich in einem Café in Luzern vier purlimunteren Engländern begegnete. Jeder hatte ein prächtiges Tortenstück vor sich. &quot;Ach wissen Sie&quot;, sagte einer, &quot;Wir haben das Glück, Rentner zu sein. Ausserdem haben wir beim Staat gearbeitet. Unsere Pensionen sind sicher. Naja, einigermassen&quot;, grinst er, als er meine skeptische Miene sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versuche die Realität und die Bilder aus meiner offenbar allzu lebhaften Phantasie wieder in Einklang zu bringen. Das gelingt mir erst, als mir ein uraltes Lehrstück aus meinem eigenen Geschichtenschatz einfällt. Es stammt aus dem Jahr 1986, als ich in England in einem Kinderheim arbeitete. So gegen Anfang Mai wurde uns dort allmählich klar, dass eben die Katastrophe von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl&quot;&gt;Tschernobyl&lt;/a&gt; stattgefunden hatte. Was das bedeutete, war uns weniger klar - zumal unser Blatt, die &quot;Times&quot;, geradezu vorbildlich die Mengenangaben Becquerel und Mikrogramm vermischte: Genau so, dass ein durchschnittlich gebildeter Mensch unmöglich verstehen konnte, was da im trüben Frühlingshimmel über uns vor sich ging*.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dann war da plötzlich etwas, was ich sehr genau verstand: Ich sass im  Zug von Tunbridge Wells nach London Charing Cross. Im Abteil nebenan las einer  Zeitung. Auf der letzten Seite stand gross der Titel &quot;Radioactive Cloud Over Switzerland&quot;. Ich sass da und hätte ihm am liebsten die Zeitung aus der Hand gerissen. Später stieg er aus und liess sie liegen. Ich packte sie - und fand im Bericht nur das übliche Becquerel- und Mikrogramm-Kauderwelsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Charing Cross stürmte ich aus dem Zug und zur erstbesten Telefonkabine. Wenig später hörte ich die purlimuntere Stimme meiner Mutter in der Schweiz. &quot;Radioaktive Wolke? Welche radioaktive Wolke denn?!&quot; fragte sie, &quot;Bei uns steht in der Zeitung, IHR hättet eine radioaktive Wolke!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so war das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem mir das wieder eingefallen ist, weiss ich nur eins noch nicht ganz sicher: Ob ich wissen möchte, was die Britischen Zeitungen im Moment über die Schweiz schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* So viel zum Thema &quot;früher waren die Zeitungen einfach viel besser!&quot;. Aber das ist eine andere Geschichte.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>an der tagblattstrasse</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-20T08:56:00Z</dc:date>
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