Eine Seite füllen
Endlich weiss ich, wie es ist, an einem Buch zu arbeiten. Es ist... nein, ich kann es gar nicht beschreiben. Ich lasse ausnahmsweise einen Könner sprechen:
"Man steht morgens voller Angst auf, weil man keine Ahnung hat, wie man eine bestimmte Szene schreiben soll. Am Abend hat man eine Seite gefüllt und fühlt sich grossartig*. Nicht wegen dessen, was in der Szene geschieht, sondern, weil man diese eine Seite geschafft hat." (Philip Roth im TagiMagi vom 8. Februar).
* Ich muss allerdings sagen, dass ich mich am Abend nicht immer grossartig fühle. Manchmal fühle ich mich auch einfach hundemüde. Oder von mindestens vier Sorten Zweifeln sowieso ihren Unter-, Seiten- und Nebenzweifeln zernagt. Und ich verstehe endlich Hunter S. Thompson's Bemerkung über Schreiben und Sex.
Aber manchmal, doch, manchmal fühle ich mich am Abend grossartig. Oder jedenfalls gar nicht so schlecht.
"Man steht morgens voller Angst auf, weil man keine Ahnung hat, wie man eine bestimmte Szene schreiben soll. Am Abend hat man eine Seite gefüllt und fühlt sich grossartig*. Nicht wegen dessen, was in der Szene geschieht, sondern, weil man diese eine Seite geschafft hat." (Philip Roth im TagiMagi vom 8. Februar).
* Ich muss allerdings sagen, dass ich mich am Abend nicht immer grossartig fühle. Manchmal fühle ich mich auch einfach hundemüde. Oder von mindestens vier Sorten Zweifeln sowieso ihren Unter-, Seiten- und Nebenzweifeln zernagt. Und ich verstehe endlich Hunter S. Thompson's Bemerkung über Schreiben und Sex.
Aber manchmal, doch, manchmal fühle ich mich am Abend grossartig. Oder jedenfalls gar nicht so schlecht.
diefrogg - 6. Mrz, 18:37
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
canela.wordpress - 8. Mrz, 07:26
ich kenne das gefühl sehr gut. ich habe ca. 50 seiten und will noch weitere 80 dazu. manchmal, wenn mich der inhalt so fesselt, kann ich fast nicht normal arbeiten und will immerzu daran schreiben. mein ziel ist, ende jahr ist es beendet. was ist dein ziel?
diefrogg - 8. Mrz, 11:15
Mein Ziel...
hmmm... bis Ende Urlaub möchte ich einen ersten Entwurf fertig haben (ca.120 Seiten). Dann Nachrecherche und überarbeiten. Aber im Moment weiss ich nur eins: dass ich jeden Tag weniger weiss über meine eigene Geschichte!
nömix - 8. Mrz, 09:15
»Schreiben ist einfach« sagte T.S. Eliot, »man muss bloß vor einer leeren Seite sitzen,
bis einem das Hirn blutet.«
bis einem das Hirn blutet.«
katiza - 8. Mrz, 12:08
"Schreiben ist wie Ringen. Man braucht Disziplin und Technik. Man muss auf die Geschichte zugehen wie auf einen Gegner." John Irving, auch so ein Könner - also Frau frogg, ringen Sie den Gegner nieder - ich freu mich schon auf Ihren Krimi.

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