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    <title>Journal einer Kussbereiten</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>diefrogg</dc:publisher>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:date>2008-05-12T16:32:39Z</dc:date>
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    <title>Journal einer Kussbereiten</title>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4921637/">
    <title>Mäkeln über einen Helden</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4921637/</link>
    <description>&lt;img src=&quot;http://media.libri.de/shop/coverscans/231/2315828_BZ1211161_big.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; Fröschinnen sollten über einen Helden wie Orhan Pamuk nicht mäkeln. Seine Bücher sind wirklich aussergwöhnlich. Hobbyautorin Frogg jedenfalls mutet es an wie ein Wunder, dass ein Roman wie &lt;a href=&quot;http://www.perlentaucher.de/buch/7548.html&quot;&gt;Rot ist mein Name&lt;/a&gt;  überhaupt geschrieben werden konnte: Er ist ja so ausgeklügelt konstruiert mit seinen ständig wechselnden Ich-Erzählern. Er jongliert ja so gekonnt mit so vielen verschiedenen Genres: Mal ist er ein philosophisches Traktat über den Islam und seine Kunst, mal ein Liebesroman wie ein Märchen aus 1001 Nacht und dazu auch noch ein Krimi. Und er ist er ein mutiges Buch, weil hoch politisch: Pamuk schildert, wie die Buchmaler Istanbuls 1591 unter dem Druck der westlichen Renaissance-Malerei in Panik geraten. Dass die Leser da an die aktuelle Weltlage erinnert werden, ist sicher beabsichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmt ist es richtig, dass Pamuk dafür (und für &lt;a href=&quot;http://www.perlentaucher.de/buch/20147.html&quot;&gt;Schnee&lt;/a&gt;) den Nobelpreis bekommen hat. Allerdings dürfen wir uns nicht wundern, dass das für konservative Kreise in der Türkei eine Provokation war. Schliesslich ist es dort immer noch verboten, das &quot;Türkentum&quot; zu beleidigen (was immer das heissen mag). Zwar ist der Paragraf kürzlich ein wenig &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?cnt=1327940&quot;&gt;gelockert worden&lt;/a&gt;. Aber was bedeutet das wirklich? Da masse ich mir im Moment lieber kein Urteil an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe auch nicht vor, über Pamuk und die Politik zu mäkeln. Ich mäkle hier nur über Pamuk, weil ich seinen Stil zuweilen emüdend finde. Weil ein Onkel in diesem Buch stets ein &quot;Oheim&quot; ist, weil &quot;vom Geiste&quot; und nicht &quot;vom Geist&quot; die Rede ist, weil die Sätze stets lang, verschachtelt und gepflegt sind. Weil im Buch zwar an die 20 verschiedene Erzähler auftreten: Männer, Frauen, ein Kind, ein Toter gar und auch eine gemalte Münze. Weil sie aber immer exakt genau dieselbe Sprache sprechen. Immer (naja, fast immer) ertrinkt da jeder Ansatz von Humor, jede Theatralik in diesem hohen, gespreizten Stil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Aber das ist doch genau richtig so!&quot;, sagen jetzt die Kenner unter Euch. &quot;Pamuk zeigt damit, wie die Figuren in diesem Buch denken, wer sie sind: dass sie eben denken wie Menschen aus dem Spätmittelalter. Dass sie keine Individuen im modernen, westlichen Sinne sind. Genau deshalb ist dieser Roman genial: Weil er im Stil wiedergibt, was er uns inhaltlich sagen will.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, kann schon sein...! Nur: Anstrengend finde ich das trotzdem!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/vorm+buechergestell&quot;&gt;vorm buechergestell&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-12T11:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4920183/">
    <title>Burma</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4920183/</link>
    <description>Noch nie habe ich von einer Regierung gehört, die offenbar so viel Menschenverachtung, Verblendung und galoppierende Inkompetenz in so kurzer Zeit an den Tag legt! Es ist himmeltraurig.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/an+der+tagblattstrasse&quot;&gt;an der tagblattstrasse&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-11T09:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4908270/">
    <title>Paprikadeutsch</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4908270/</link>
    <description>Hochdeutsch ist nicht gleich hochdeutsch. Das lernte ich ausgerechnet in England. In jenem Kinderheim, in das ich mit 20 arbeiten ging, um richtig englisch zu lernen. Hochdeutsch, glaubte ich, müsse ich nicht mehr lernen. Hochdeutsch konnte ich ja. Hochdeutsch war die Sprache der Deutschen. Jene Sprache, die wir Schweizer der Einfachheit halber als Hochsprache verwenden und nur ein bisschen anders aussprechen als die Deutschen. Mit meiner ebenfalls 20-jährigen Kollegin Trude aus Deutschland sprach ich deshalb hochdeutsch, und wir verstanden uns bestens. Glaubte ich. Bis wir eines Tages zusammen in der Küche standen und einen Gemüsekorb auspackten. Darin befanden sich auch solche Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.klzh.ch/aktuelles/images/Peperoni.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Quelle:www.klzh.ch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trude nannte es Paprika. Die Frogg war verblüfft und sagte: &quot;Hey Trude, das sind Peperoni!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Trude den Kopf schüttelte, ging ich zum Gewürzschrank und nahm das hier heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.codecheck.ch/img/12151/1&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: www.codecheck.ch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Das hier ist Paprika&quot;, sagte ich. Trude schien uneinsichtig und stellte Fragen, und so musste ich ihr auch noch erklären, was das hier ist: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.planet-office.ch/de/services/images/peperoncini.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: www.planet-office.ch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Das&quot;, sagte die Frogg, &quot;Sind Peperoncini.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trude wollte mir nicht glauben. Für sie hiess das alles immer noch Paprika. Die Frogg aber war sich ihrer Sache sicher. &lt;br /&gt;
Denn immerhin stammt dieses ganze Zeugs aus Italien. &quot;Und wer hat Italien vor der Haustür?&quot; fragte sie rhetorisch. Jedenfalls nicht die Deutschen, musste Trude zugeben. Ausserdem hatte die Frogg die englische Sprache auf ihrer Seite: Diese bezeichnet Peperoni als &quot;peppers&quot;, Paprika aber als &quot;Paprika&quot; (sie kann ihn ja nicht gut &quot;pepper&quot; nennen, das wäre missverständlich). Und die englische Sprache war schon damals das Mass aller Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Trude unbelehrbar blieb, verzieh ich ihr. Wir waren schliesslich ein multikulturelles Kinderheim. Ich hielt einfach die Deutschen für etwas kulturlos und vergass den Vorfall. Erst der geschätzte Herr Steppenhund  rief ihn mir wieder in Erinnerung, indem er &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4904935/&quot;&gt;neulich&lt;/a&gt;das österreichische Wort &quot;Pfefferoni&quot; ins Spiel brachte und damit offenbar das hier meinte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.falmbigl.at/bilder/chillipfefferonirot_kl.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Quelle: www.almbig.at)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss zugeben, das hat mich verwirrt und Fragen aufgeworfen. So viele, dass ich jetzt Paprika, Peperoni und all das Zeug ins Pfefferland wünsche. Und froh bin, dass es noch Tomaten gibt. Die heissen zum Glück fast überall gleich!</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/kulinarische+Reisen&quot;&gt;kulinarische Reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-05T09:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4904935/">
    <title>Pilaw-Reis(e)</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4904935/</link>
    <description>Bei meinem geschätzten Kollegen &lt;a href=&quot;http://syro0.twoday.net/stories/4872324/#comments&quot;&gt;syro0&lt;/a&gt; habe ich kürzlich die so genannte Unterhaltungsliteratur gelobt - für ihren hohen Gebrauchswert. Wollte ich jetzt mein Gesicht gegenüber Liebhabern hochstehender Literatur wie Herrn syro0 wahren, müsste ich ein Hohelied auf Orhan Pamuks &lt;b&gt;Rot ist mein Name&lt;/b&gt; anstimmen. Denn dieser Roman erfüllt, nur schon was die Konstruktion betrifft, höchste Ansprüche (seufz!). Ich will mein Gesicht aber gar nicht wahren und werde das Buch hier nicht deswegen loben. Nein. Ich werde es loben, weil es mir mit seinem hohen Gebrauchswert einen Dienst erwiesen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://media.libri.de/shop/coverscans/231/2315828_BZ1211161_big.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; Es war vor ein paar Tagen, als sich die Stachanowa bei mir zum Mittagessen angemeldet hatte. Es war schon zehn Uhr, ich war eben aufgestanden, las noch ein bisschen und grübelte gleichzeitig darüber nach, was ich kochen sollte. Die Stachanowa ist ein schwieriger Gast: &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1)&lt;/b&gt; Sie mag keine Käsegerichte. Und das, wo Käse im Hause Frogg &lt;i&gt;das&lt;/i&gt; eigentliche Grundnahrungsmittel ist!&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2)&lt;/b&gt; Sie ist eine hart arbeitende Dienstleistungssklavin, und die Frogg weiss aus Erfahrung: Da muss es etwas Kräftiges, darf es aber nichts allzu Schweres sein.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3)&lt;/b&gt; Die Frogg hat ein durch strenge &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=205269&quot;&gt;Diätvorschriften&lt;/a&gt; und eine generelle Kochfaulheit stark eingeschränktes Repertoire.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4)&lt;/b&gt; Ich habe die Stachanowa im Verdacht, dass sie eine heikle Esserin ist und nebst Käse allerhand andere Spezialitäten aus der Frogg&apos;schen Cuisine nicht mögen würde: zum Beispiel Linsen oder Kichererbsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wollte ich gerade verzweifeln, als mir aus Pamuks Buch das Wort &lt;i&gt;Pilaw&lt;/i&gt; in die Augen stach. &quot;Ja!&quot; rief die Frogg, &quot;Ja, Pilaw soll es werden!&quot; Ich wusste nur, dass Pilaw aus Reis und Fleisch besteht und ein Eintopf ist. Aber all das klang gut. Sehr gut. Ich suchte im Internet ein Rezept und fand dieses:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Türkischer Pilaw&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zutaten:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
6  Pouletbrustfilets, halbiert  &lt;br /&gt;
1  Zwiebel&lt;br /&gt;
2  rote Peperoni  &lt;br /&gt;
4 EL Olivenöl  &lt;br /&gt;
250 g Reis (Langkornreis)  &lt;br /&gt;
100 g Rosinen  &lt;br /&gt;
500 ml Gemüse- oder Hühnerbouillon  &lt;br /&gt;
0,2 g Safran  &lt;br /&gt;
Salz    &lt;br /&gt;
Pfeffer    &lt;br /&gt;
Kreuzkümmel, gemahlen    &lt;br /&gt;
Ingwer, gemahlen oder etwas Ingwer, frisch gehackt    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zubereitung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Pouletbrustfilets waschen, trocken tupfen und in Stücke schneiden. Zwiebel schälen und würfeln. Peperoni putzen, waschen und würfeln. Olivenöl in einer hohen Pfanne erhitzen und die Fleischstücke darin anbraten. Zwiebel- und Peperoniwürfel zugeben und mitbraten. Reis und Rosinen zugeben und mit Hühner- oder Gemüsebouillon angiessen. Mit Safran, etwas Ingwerpulver oder etwas frischem, fein gehacktem Ingwer, Salz, Pfeffer und etwas gemahlenem Kreuzkümmel würzen. Etwa 20 - 30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis der Reis weich ist. Gegen Ende kontrollieren, ob noch etwas Bouillon nachgefüllt werden muss. Am Ende der Garzeit sollte allerdings die ganze Flüssigkeit vom Reis aufgesogen sein. &lt;br /&gt;
(Quelle: www.chefkoch.de, von mir in ein auch in der Schweiz verständliches Deutsch übersetzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich ging einkaufen, kochte und dachte zufrieden: &quot;Da hat mir der Pamuk aber schön aus der Bredouille geholfen!&quot; Nur: Als der Pilav so in der Pfanne vor sich hinköchelte (noch ohne Safran), sagte ich zum bereits anwesenden Mitesser, Herrn T.: &quot;Eigentlich sieht das genau so aus wie das so genannte serbische Reisfleisch, das uns Mutter Frogg in den siebziger und achtziger Jahren vorzusetzen pflegte. Und es schmeckt auch ähnlich.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ja, liebe Frogg, da hast Du uns ein richtiges helvetisches Fünfzigerjahregericht gekocht!&quot; grinste er. Ich schwieg. Ich habe gelernt zu schweigen, wenn ich gekränkt bin. Ich rührte in der Pfanne und grübelte still über die Verwandtschaft von serbischem Reisfleisch und türkischem Pilav nach. &quot;Eigentlich keine Überraschung&quot;, sagte die Frogg schliesslich altklug zu sich selber, &quot;Schliesslich hat Serbien einmal zum osmanischen Reich, also der Türkei, gehört. Warum sollte man dort nicht kochen wie in der Türkei?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Mittagessen wollte ich es dann genauer wissen und googelte wieder mal. Dabei stellte ich fest: Der Teufel steckt im Detail. &lt;a href=&quot;http://www.chefkoch.de/rezepte/197561083659451/Serbischer-Reis-mit-Kalbfleisch.html&quot;&gt;Serbisches Reis&lt;/a&gt; ist nicht gelb, sondern rot. Eingefärbt mit Tomaten und Paprika (nicht Peperoni!!!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Roter Reis... hmmm... Balkan... hmmm&quot;, grübelte die Frogg, und dann fiel mir ein, was mir daran so zu denken gab: Neulich habe ich einen Kosovarenbuben nach seinen Lieblingsspeisen gefragt. Nebst Pommes erwähnte er Rotes Reis: &quot;Weisst Du, Reis, das mit so Sachen rot gemacht ist... mit Tomaten und so...&quot;, sagt er. Sollte serbisches Reis mittlerweile gar nicht mehr serbisches Reis sein, sondern kosovarisches Reis? Oder ist das sowieso im Reiskern alles ein- und dasselbe? Schweizerisch serbisches Reis, Pilav nach deutschem Rezept, kosovarisches Reis?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls ass die Stachanowa meinen Pilav ohne Klage und nachher musste die Frogg eine Weile googeln, um alle ihre Reisfragen zu klären. Mit Pamuk geriet ich deswegen ein wenig ins Hintertreffen. Aber ich werde bald mehr davon erzählen (und von Pamuk).</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/kulinarische+Reisen&quot;&gt;kulinarische Reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-03T10:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4901404/">
    <title>Urlaubsbilanz</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4901404/</link>
    <description>Nach drei Monaten Urlaub fühle ich mich wieder mehr wie ein Mensch als wie ein angedörrtes &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=215496&quot;&gt;Nachtschattengewächs&lt;/a&gt;. Ich habe mir fest vorgenommen, dafür zu sorgen, dass es auch so bleibt.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/in+frogg+hall&quot;&gt;in frogg hall&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
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  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4899252/">
    <title>Urlaub vorbei</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4899252/</link>
    <description>Nach drei Monaten Urlaub muss ich morgen wieder zu Arbeit. Vorhin wollte ich mit dem Explorer schnell meine Geschäftsmails anschauen. Das habe ich auch während meines Urlaubs ab und zu getan. Heute aber gings zuerst lange nicht. Explorer abgestürzt.  Hat keinen Wank mehr gemacht. Entwickelt mein Computer da Symptome, die Ausdruck meiner eigenen Verfassung sind?</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/an+der+tagblattstrasse&quot;&gt;an der tagblattstrasse&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-30T08:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4893952/">
    <title>Rock-Dinosaurier</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4893952/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=84243&quot;&gt;Die Frogg&lt;/a&gt; hat, weiss Gott, nichts gegen Rockmusik. Aber den Besuch eines Live-Konzerts der Rolling Stones hat sie ein Leben lang verweigert: zu mühselig, zu teuer. Und von  ihren alten Stones-Platten hat die Erfindung der CD sie in den achtziger Jahren entfremdet. Doch dank &lt;b&gt;Shine A Light &lt;/b&gt; hat sie wenigstens eine Ahnung bekommen, wie diese Dinosaurier unter den Rockbands auf der Bühne sind. Das ist das grosse Verdienst des Konzertfilms von Martin Scorsese. Endlich bekam sie doch noch zu sehen, wie Mick Jagger herumhampelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://images.starpulse.com/Photos/Previews/Shine-a-Light-movie-03.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Hier mit Christine Aguilera, Bild: starpulse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Keith Richards seine Gitarre streichelt und so weiter... Und es wirkt: Die Show reisst mit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film hat ihr ausserdem verständlich gemacht, warum die Band eine Legende ist: Weil sie einen ständig verblüfft oder zum Staunen bringt. Darüber, wie Mick Jagger ein gut betuchtes New Yorker Publikum dazu bringt, beim Song &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Brown_Sugar_(song)&quot;&gt;Brown Sugar&lt;/a&gt; fröhlich mitzusingen -  obwohl der Song doch über so unanständige Dinge wie weisse Sklaventreiber, Sex und Heroin ist (Hillary Clinton sass  im Publikum). Darüber, dass die Stones mit &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Far_Away_Eyes&quot;&gt;Far Away Eyes&lt;/a&gt; einen süsslichen Country-Song bringen und das Genre zugleich verballhornen. Darüber, dass Mick Jagger (immerhin 65) noch keine Gelenkarthrose hat und Keith Richards (auch 65)  keine Leberzyrrhose und dass Charlie Watts (67) sich selber immer noch trommeln hört... also darüber, dass das Alter sie noch nicht von der Bühne geholt hat*.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Staunen darüber räumt auch Scorsese Platz ein: Zwischendurch zeigt er Ausschnitte aus alten Interviews mit Stones-Mitgliedern. Sie sind zwar nur dazu da, die Musikblocks etwas aufzulockern. Ein klares Konzept scheint jedenfalls nicht hinter der Auswahl zu stehen. Aber einige davon haben ein Thema: die Frage an die  noch jungen Stones, wie lange sie überhaupt noch weitermachen wollten. Klare Antworten gibts zwar keine, nur neue Verblüfftheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin lässt der Streifen aber ahnen, womit die Burschen so lange durchgehalten haben: mit Spass an der Sache (er scheint echt). Und mit einer hoch professionellen Einstellung - was neue Verblüffung auslöst, passt es doch schlecht zum überbordenden Drogenkonsum, den man den Stones jahrelang nachgesagt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine Bekannte von mir sagt, sie würden mit einem Geriater touren... aber dennoch.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/in+den+Kinos&quot;&gt;in den Kinos&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-28T09:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4890723/">
    <title>Coop senkt Preis für Reis</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4890723/</link>
    <description>Da erzählen uns doch sämtliche  &lt;a href=&quot;http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/news/10723.oid153107.html&quot;&gt;Medien&lt;/a&gt;, dass Migros den Preis für Reis erhöht. Wegen Reisknappheit auf dem Weltmarkt. Und die Medien berichten darüber in einer Länge und Breite, die fürchten lässt, dass sich die Ärmsten der Schweiz bald keins mehr leisten können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber so schlimm kann es um die Reisvorräte der Welt nicht bestellt sein. Bei Coop jedenfalls ist alles anders: Dort ist Reis im Moment für 10 bis 20 Prozent Preisabschlag zu haben (jedenfalls in der Filiale, in der ich einkaufe, im Coopcenter am Löwenplatz, Luzern). Allerdings habe offenbar nicht nur ich bemerkt, dass das ein bisschen aussergewöhnlich ist. Ich habe jedenfalls noch nie so leergefegte Gestelle* gesehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch beruhigte mich dieser Schachzug von Coop. Ich hatte mir nämlich schon Sorgen gemacht. Ich meine: Wir Westler kennen den Hunger ja zum Glück nur als jenen lästigen Kerl, der jeweils unserer Diätbemühungen sabotiert. Deshalb erstaunt es mich umso mehr, dass derzeit so viel über die Lebensmittelkrise geredet wird. Zum Beispiel wegen ein paar Rappen Preisaufschlag! Nagt an uns Westlern eben doch noch ganz leise die Furcht, wir könnten eines Tages verhungern? Oder haben wir einen echten Grund, uns Sorgen zu machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst lachte die Frogg ja über die Frage. Aber dann las sie die Beteuerungen von Migros-Sprecherin Monika Weibel: &lt;i&gt;Die Migros-Reislager seien noch bis im Herbst gefüllt: «Es gibt keine Engpässe bei keiner Sorte», versicherte Weibel.&lt;/i&gt; Also, wenn Mediensprecher zu &quot;versichern&quot; beginnen, dann bimmeln bei der Frogg immer die Alarmglocken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da tut es gut zu merken, dass Coop und Migros noch Konkurrenz spielen. So lange sie das tun, muss die Welt in Ordnung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Doch, einmal, anno 1990, unmittelbar vor dem Ausbruch des Zweiten Golfkriegs. Damals glaubten ja vor allem ältere Leute, Saddams Helikopter würden demnächst vor dem Bundeshaus landen. Sie hamsterten deshalb Lebensmittel. Die Folge: In vielen Läden gabs nur noch Basmatireis, denn den kannten die älteren Leute nicht.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/an+der+tagblattstrasse&quot;&gt;an der tagblattstrasse&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-26T14:49:00Z</dc:date>
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    <title>Für die Füsse</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4887809/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4883603/main&quot;&gt;Cortisonkur&lt;/a&gt; gibts keine, dem Himmel sei dank! Zur Stärkung meines Innenohrs soll ich jetzt ein Medikament namens Duralipon nehmen, sagt mein Ohrenarzt. Normalerweise wird es &quot;gegen Empfindungsstörungen bei Diabetes mellitus&quot; eingesetzt, steht auf der Packung. Auf ihr ist ausserdem ein verschiedenfarbig angemalter Fuss zu sehen.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/im+Meniere-Land&quot;&gt;im Meniere-Land&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-25T08:20:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4883603/">
    <title>Ärzte!!!</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4883603/</link>
    <description>&quot;Ohrenärzte haben kein Taktgefühl&quot;, behauptet die Frogg steif und fest. &quot;Die verschleiern mit unnötigen Grobheiten die Tatsache, dass sie über das menschliche Gehör überhaupt nichts wissen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja, es gibt Ausnahmen. Aber nicht viele. Mein jetziger Ohrenarzt, der Herr Professor, ist mit Taktgefühl jedenfalls nicht gesegnet. Vor einem halben Jahr sagte er zu mir: &quot;Nehmen Sie sich ein Beispiel an Beethoven! Der hat mit einer schweren Innenohrproblematik gearbeitet bis ganz zuletzt. Bis es einfach nicht mehr ging!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals hätte ich ihn ohrfeigen können. Erstens, weil er mir offenbar keine besseren Perspektiven zu bieten hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens, weil der Herr Professor nicht einmal wusste, dass Beethoven gar kein Innenohrproblem hatte. Jeder halbwegs belesene Ohrenpatient weiss doch, das Ludwig van Beethoven eine &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Otosklerose&quot;&gt;Otosklerose&lt;/a&gt; hatte, also eine Erkrankung des Mittelohrs! Dass sein Innenohr vermutlich gar nicht krank war. Dass er deshalb ganz am Schluss einen Stock auf die Saiten seines Klaviers legte, auf den Stock draufbiss, die Tasten drückte und so die Töne durch die Kieferknochen noch hören konnte. Habe ich vor langer Zeit im &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/The_Economist&quot;&gt;Economist&lt;/a&gt; gelesen. Und glaubt mir Freunde, so etwas vergisst eine Ohrenarztpatientin nicht. Ein Ohrenarzt aber offenbar schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen habe ich mich mit dem Herrn Professor versöhnt. Ich finde seine Aussage von damals sogar irgendwie tröstlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und überhaupt gehe ich trotzdem noch zum Herrn Professor. Zum Beispiel morgen früh. Ja, genau: Mein rechtes Ohr &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4452169/main&quot;&gt;blubbert und trötet&lt;/a&gt; wieder. Wenn ich Pech habe, steht wieder eine Schocktherapie mit &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4458573/main&quot;&gt;Cortison&lt;/a&gt; bevor.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/im+Meniere-Land&quot;&gt;im Meniere-Land&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-04-23T18:09:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4877743/">
    <title>Nach Geheimnissen suchen</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4877743/</link>
    <description>Ich habe ja immer geglaubt, wer im Abfall wühle, entdecke Geheimnisse. Oder wenigstens Kuriositäten. Aber als die Frogg gestern den Abfalleimer bei der nahen Tankstelle durchwühlte, entdeckte sie überhaupt nichts derartiges. Nur Bananenschalen, meterweise verdrecktes Papier, leere Colaflaschen, Quittungen von der Tankstelle und Zigarettenstummel. Viele Zigarettenstummel. Das höchste der Gefühle war ein leergegessener Becher Schoggidessert mitsamt Plastiklöffel. Keine zerfetzten Kleider, keine Schmuckstücke, keine zerknüllte Kündigung, nicht einmal ein gebrauchter Pariser (zum Glück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mein Hörgerät fand ich nicht. Und das &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4862532/main&quot;&gt;Hörgerät&lt;/a&gt;, ja, das suchte ich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich auf die Idee kam, mein Hörgerät im Abfalleimer der nahen Tankstelle zu suchen? Nun, das ist eine lange Geschichte (@Herr Redder: ein &lt;a href=&quot;http://www.mobility.ch/pages/index.cfm?dom=1&quot;&gt;Mobility-Auto&lt;/a&gt; war involviert). Genügt es, wenn ich sage, dass ich den Engerling am Morgen nicht in dem Schächtelchen fand, in dem er hätte sein sollen?  Dass ich voller Entsetzen an meine erst kürzlich &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4830981/main&quot;&gt;verlorene Uhr&lt;/a&gt; denken musste. Daran, dass ein Hörgerät noch viel teurer ist als eine Uhr. Und daran, dass mir die Invalidenversicherung kein neues zahlen würde. Dass ich deshalb augenblicklich, ja &lt;b&gt;augenblicklich&lt;/b&gt;, sämtliche auch nur im entferntesten möglichen Fundstellen abklappern musste?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wühlte ich schliesslich im Abfalleimer bei der nahen Tankstelle. Ich trug dazu einen blauen Plastikhandschuh. Das Hörgerät aber fand ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fand es erst eine Viertelstunde später, wieder zu Hause: in der Schmuckschatulle, in der ich meine Ohrringe versorge.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/im+Meniere-Land&quot;&gt;im Meniere-Land&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-21T16:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4873878/">
    <title>Jaja, die Zürcher!</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4873878/</link>
    <description>Eine Macke der Frogg ist, dass sie sich bei jeder Gelegenheit über die Zürcher aufregt. Ich meine: Zürcher mit ein bisschen Horizont fragen sich ja manchmal, warum man sie in der Restschweiz nicht besonders mag. &quot;Zürcher mit Horizont? Gibt es das?&quot; fragen jetzt die Nichtzürcher. &quot;Ja, das gibt es&quot;, sagt die Frogg, &quot;Ich lebe mit einem von ihnen zusammen. In Frösch, eine Zugstunde von Zürich entfernt, seit sieben Jahren.&quot; Doch im Allgemeinen gilt für Zürcher schon die Regel: je breiter der Dialekt, desto enger der Horizont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie breit der Dialekt von Stephan Pörtner ist, weiss ich nicht. Ich habe heute lediglich seinen Feature über Zürich im &quot;TagesAnzeiger&quot; gelesen (Seite 15). Darin beschäftigt er sich mit &lt;b&gt;der&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=104551&quot;&gt;Lieblingsfrage&lt;/a&gt; der Zürcher: jener, ob Zürich nun eine Weltstadt sei oder nicht. Das lässt für seinen Dialekt und seinen Horizont nichts Gutes ahnen. Wie alle Zürcher kommt er schnell zu einem negativen Schluss. Nein, Zürich sei keine Weltstadt schreibt er. Und wer ist schuld daran? Natürlich die Provinzler, von denen es in Zürich laut Pörtner zu viele gibt. &quot;Die begeistertsten Zürcher stammen aus Käffern&quot;, schreibt er, &quot;Allen voran der Stadtpräsident, ein Engelberger, der zweite Innerschweizer Stapi in Folge. Die Dörfler sind vor allem davon begeistert , den Sprung in die vermeintliche Metropole geschafft zu haben.&quot; Pörtner selber ist selbstverständlich kein Dörfler. Er stammt aus Zürich Seefeld und hätte somit Kraft seiner Geburt das Zeug zum echten Weltstädter. Doch er, zu Hause geblieben, hat keine Chance, denn: &quot;Provinzielle Selbstzufriedenheit hindert Zürich daran, Weltstadt zu sein.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Zürcher das Wort &quot;Innerschweiz&quot; unter die Tastatur nimmt, dann schnellt bei der Frogg das Ereiferungsbarometer sowieso jedesmal ein paar Grad in die Höhe: &quot;Innerschweiz&quot;, jenes Wort, das den Weltzürchern Chiffre für alles ländlich-konservativ-Zurückgebliebene ist. Als wären sie je weiter als bis ins Sihltal gekommen und wüssten genau, was die Innerschweiz ist. Dabei haben sie ja keine Ahnung... ausser der Ahnung einer Angst, die Innerschweiz könnte sie in ihre Provinzialität aufsaugen vielleicht? Nicht nötig, liebe Zürcher: Die Innerschweiz ist mit sich selbst beschäftigt, deshalb bleibt sie, was sie ist. Ohne Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das kann Pörtner nicht wissen. Denn er blickt noch kurz ein bisschen nach Berlin, dann befasst er sich wieder mit dem, was seinem Bauchnabel am nächsten ist: mit Zürich und seinen Bünzlis aus der Provinz. Dabei sollte er die nicht zu gering schätzen: Die wissen wenigstens, wovon sie reden, wenn sie das Wort &quot;Provinz&quot; in den Mund nehmen.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/offene+Briefe&quot;&gt;offene Briefe&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-19T13:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4865647/">
    <title>Endlich: 6 Marotten</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4865647/</link>
    <description>So, endlich ist es soweit. Stolz werfe ich Euch das erste Stöckchen vor die Füsse, das mir zugeworfen wurde. Es geht so: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1. Setze einen Link zu der Person, welche dir das Stöckchen zugeworfen hat.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das war &lt;a href=&quot;http://katiza.twoday.net/&quot;&gt;katiza&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
a) Mann/Frau verlinke die Person, die ihr/ihm das Stöckchen zugeworfen hat&lt;br /&gt;
b) Mann/Frau zähle sechs ihrer/seiner Marotten auf&lt;br /&gt;
c) Mann/Frau werfe je ein Stöckchen an sechs StöckchennehmerInnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3. Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
a) &lt;a href=&quot;http://sumuze.blogspot.com/2008/04/6-macken-stckchen-sociable.html&quot;&gt;Andere&lt;/a&gt; behaupten ja vollmundig von sich, sie hätten keine Marotten. Die Frogg aber hat Marotten, Mödeli, kleine Unsitten und unsinnige Gewohnheiten in geradezu biblischer Zahl. Eigentlich kann sie sich problemlos einen ganzen Tag lang mit der Ausübung ihrer Marotten beschäftigen. Ja. Und jetzt, wo das gesagt ist, werde ich mich an fünf weniger wichtige davon halten...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)  zum Beispiel die, dass sie alles und jedes googelt. Auch wenn es nur halbwegs von Belang ist. Natürlich hat sie das Wort &lt;b&gt;Marotte&lt;/b&gt; sofort auch gegoogelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Dabei stiess sie, wie immer, auf &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Marotte&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;. Normalerweise gibt sie sich damit zufrieden und lobt leise die Wikipedia und deren erstaunlich umfassendes Wissen. In diesem Fall aber findet sie Wikipedia höchst unbefriedigend. Denn das, was sie suchte, fand sie dann doch erst &lt;a href=&quot;http://de.wiktionary.org/wiki/Marotte&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;, aber auch das ist irgendwie unbefriedigend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Sie begann also zu &lt;b&gt;nörgeln&lt;/b&gt;. Nörgeln tut sie gerne, und zwar in leidenschaftlichem Ton. Nur Herr T. nörgelt besser: vielseitiger, mit mehr Ausdauer und vor allem in diesem Ärgerton, den wir Schweizer so gut drauf haben! Sie aber nörgelt mit erhobenem Zeigefinger: &quot;Hier hätte ich eine vertiefte etymologische Abhandlung über den Zusammenhang zwischen diesen mittelalterlichen Puppen am Stock und dem erwartet, was wir heute als Marotte verstehen!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Unzufrieden und in der Sackgasse wie sie ist, geht sie schnell nachschauen, ob sie eine Email oder eine Nachricht auf ihrem Blog bekommen hat (das tut sie, wenn sie zu Hause ist, vielleicht 50 Mal am Tag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f) Dann nimmt sie einen Schluck &lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/stories/4383101/main&quot;&gt;heisses Wasser&lt;/a&gt; aus ihrer blauen Thermosflasche Marke Sigg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4. Und das Stöckchen geht an:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://acqua.twoday.net/&quot;&gt;Frau Acqua&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://canela.wordpress.com/&quot;&gt;Frau Canela&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://madamelila.wordpress.com/&quot;&gt;Madame Lila&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://pipistrella.twoday.net/&quot;&gt;Frau Pipistrella&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://steppenhund.twoday.net/&quot;&gt;Herrn Steppenhund&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/&quot;&gt;Frau Walküre&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/das+bin+ich&quot;&gt;das bin ich&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-15T20:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4862532/">
    <title>Wurm am Ohr</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4862532/</link>
    <description>Seit ein paar Tagen klemme ich mir wieder mein Hörgerät ins Ohr, wenn ich unter die Leute gehe: Mein linkes Ohr schwächelt wie seit einem Jahr* nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ding sieht ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.gbiu.de/Hamsterkiste/Sachkartei/Maika/engerling2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Bild von www.gbiu.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das stimmt natürlich nicht. Das behauptet die Frogg nur, weil sie es nicht mag und deshalb abfällig &quot;den Engerling&quot; nennt. In Wirklichkeit ist es ein Designerteil und sieht genau so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://uk.designagenda.dk/files/designAgenda/004_oticon.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(Bild: uk.designagenda.dk)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich hätte allen Grund, es zu mögen. Denn eigentlich fühle ich mich viel wohler, wenn ich es trage (zumal ich eine Frisur habe, die es tiptop verdeckt). Mein Kopf fühlt sich dann nicht an, als hätte er eine radioaktive Delle, wo andere Leute ein linkes Ohr haben. Und ich höre wirklich besser... naja, nach ein paar Tagen. In den ersten Tagen rauscht und dröhnt so ein Ding bloss fürchterlich. Nach einer Weile höre ich dann jeweils Grüppchen von Leuten in weiter Entfernung sprechen. Das fühlt sich an, als wäre ich eine Spionin und hätte eine Wanze in ihrer Mitte platziert. Auch wenn ich noch nicht verstehe, was sie sagen. Erst nach drei, vier Tagen schälen sich aus dem allgemeinen Gedröhn und digitalen Quaken und Schnarren Geräusche heraus, die einigermassen normal klingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Tatsächlich: Es ist genau ein Jahr her, dassheftige &lt;a href=&quot;http://www.mytagebuch.de/profil.php?action=eintrag&amp;id=7075&amp;eid=215363&quot;&gt;Drehschwindelanfälle&lt;/a&gt; mich für mindestens zwei Wochen ausser Gefecht setzten. Danach hörte ich wieder besser. Ich frage mich gerade, ob das ein feiernswertes Jubiläum ist.</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/im+Meniere-Land&quot;&gt;im Meniere-Land&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-14T16:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://froggblog.twoday.net/stories/4858210/">
    <title>Schicksalshafte Begegnung</title>
    <link>http://froggblog.twoday.net/stories/4858210/</link>
    <description>Neulich wollte ich gediegen shoppen und fuhr deshalb nach Bern. Klar, in Zürich hätte ich auch gekonnt. Aber ich wählte Bern, weil eine innere Stimme zur Frogg sagte: &quot;In Bern wirst Du jemanden treffen, der Dir etwas bedeutet.&quot; Das ist nicht abwegig, ich habe früher in Bern gewohnt. Und dennoch staunte ich selber, mit welcher Gewissheit ich mich genau aus diesem Grund für Bern entschied. Ich pfeife nämlich sonst auf Vorahnungen und derlei esoterisches Zeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Item. Ich fuhr nach Bern und shoppte und traf niemanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann suchte ich meine Lieblingsbar auf. Sie war aber so voll, so dass ich ins &lt;a href=&quot;http://www.kornhaus.org/kcafe.html&quot;&gt;Kornhauscafé&lt;/a&gt; wechselte. Dort bestellte ich Tee und las ein bisschen. Ich trank Tee und und las noch ein bisschen. Dann zahlte ich und las noch ein bisschen. Dann stand ich auf und zog meinen Mantel an. Zwei Männer mit zwei kleinen Kindern kamen herein. Der eine fragte, ob er einen Stuhl von meinem Tisch haben könne. Ich sagte: &quot;Ja, klar&quot; und zog meinen Schal an und plötzlich stand der andere vor mir und sagte: &quot;Moni! Du bist doch Moni!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Zeno. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeno, mit dem ich in Bern ein paar Jahre lang eine Wohnung geteilt hatte. Mit dem ich halbe Nächte durchdiskutiert hatte. Zeno, der mich gelehrt hat, wie man Meinungsverschiedenheiten ohne persönliche Ressentiments austrägt. Zeno, in den die Frogg sogar ein bisschen verliebt war (wobei mir lieber ist, wenn er es nicht weiss). Zeno, der später irgendein prestigeträchtiges Nachdiplomstudium in Wien in Angriff nahm und dann in den luftigen Höhen der Berner Beamtenhierarchie verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war, als hätte das Schicksal Frau Frogg ins Kornhaus-Café getrieben, auf dass sie dort Zeno treffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir redeten nur kurz, denn Zeno war im Stress. Die Kinder waren nämlich seine, und er war ja mit seinem Kollegen dort. Aber es gelang uns doch noch, uns kurz in eine Meinungsverschiedenheit zu verheddern. Sie wurde weniger verständnisvoll ausgetragen als anno dazumal. Herr Zeno hat gelernt, bundesbernische Beamtengeringschätzung zu markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt: Als die Frogg später über das Treffen nachdachte, war sie unzufrieden. Sie fühlte sich provinziell, kleinbürgerlich und unangenehm an alte Zeiten erinnert. In der Erinnerung sah sie sich als hässliches Entlein. Als eines, das nicht mal zum schönen Schwan wurde, sondern einfach zur lahmen Ente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich immer geglaubt, so ein schicksalshaftes Treffen müsse einen glücklich machen. Oder wenigstens etwas Positives bedeuten. Aber an diesem schicksalshaften Treffen kann ich wenig Positives sehen. Also: Was soll ich davon halten?</description>
    <dc:creator>diefrogg</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://froggblog.twoday.net/topics/auf+reisen&quot;&gt;auf reisen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 diefrogg</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-12T15:04:00Z</dc:date>
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