6
Mrz
2008

Eine Seite füllen

Endlich weiss ich, wie es ist, an einem Buch zu arbeiten. Es ist... nein, ich kann es gar nicht beschreiben. Ich lasse ausnahmsweise einen Könner sprechen:

"Man steht morgens voller Angst auf, weil man keine Ahnung hat, wie man eine bestimmte Szene schreiben soll. Am Abend hat man eine Seite gefüllt und fühlt sich grossartig*. Nicht wegen dessen, was in der Szene geschieht, sondern, weil man diese eine Seite geschafft hat." (Philip Roth im TagiMagi vom 8. Februar).

* Ich muss allerdings sagen, dass ich mich am Abend nicht immer grossartig fühle. Manchmal fühle ich mich auch einfach hundemüde. Oder von mindestens vier Sorten Zweifeln sowieso ihren Unter-, Seiten- und Nebenzweifeln zernagt. Und ich verstehe endlich Hunter S. Thompson's Bemerkung über Schreiben und Sex.

Aber manchmal, doch, manchmal fühle ich mich am Abend grossartig. Oder jedenfalls gar nicht so schlecht.
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